11.06.2019 15:58

Nach Kanada-Krach

Wurz: Fahrer sind selber schuld an Überregulierung

Der Vorsitzende der Formel-1-Fahrergewerkschaft, Alexander Wurz, gibt nach der umstrittenen Entscheidung von Kanada gegen Sebastian Vettel (siehe Video oben) den Teams und Piloten die Schuld für eine Überregulierung der Motorsport-Königsklasse. Der Österreicher, der die Fahrermeetings an den Grand-Prix-Wochenenden besucht, sagte dem Sender BBC: „Wir wollen Regeln für alles und jedes, und da sind wir angekommen.“

Die Fahrer und Rennställe hätten ein Klima geschaffen, in dem sie eine so große Präzision vom Internationalen Automobilverband FIA einfordern würden, dass den Rennkommissaren gar kein Handlungsspielraum mehr bleibe. Diese hatten am Sonntag ein Manöver von Ferrari-Pilot Vettel nach einem Fahrfehler mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt. Dadurch rutschte Vettel nach dem Großen Preis in Montreal vom ersten auf den zweiten Rang hinter Lewis Hamilton im Mercedes.

Vettel liegt falsch
„Jeder in dem System, der glaubt, die Strafe sei nicht gerechtfertigt, liegt falsch“, meinte Wurz. Über all die Jahre hätten die Fahrer und Teamchefs den Verband um Klärung gebeten, was erlaubt sei und was nicht - bis zu Millimeterbewegungen. Der 45-Jährige findet es daher auch nicht richtig, die Rennkommissare oder den Verband wegen des Vorfalls in Kanada zu kritisieren.

„Gefährliche Rückkehr“
Vierfach-Weltmeister Vettel war in der 48. Runde mit seinem Ferrari von der Strecke abgekommen und übers Gras gefahren. Als er wieder zurück auf die Strecke kam, drängte er Hamilton im Mercedes nahe an eine Mauer. Vettel gab an, keine Kontrolle mehr über sein Auto gehabt zu haben. Sein Manöver wurde von den Rennkommissaren als „gefährliche Rückkehr auf die Strecke“ eingestuft. Ferrari arbeitet weiter an einem Einspruch. Bis 96 Stunden nach Rennende hat die Scuderia Zeit.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter