10.05.2019 08:37

Tiere erschlagen:

Uhu-Küken grausam getötet

Die unheimliche Serie von Tiertragödien im Weinviertel reißt nicht ab. Nach zahlreichen Giftanschlägen auf Greifvögel - die „Krone“ berichtete - wurden im Bezirk Hollabrunn jetzt drei getötete Uhu-Babys im Erdreich vergraben gefunden. Vogelbeobachter haben sofort Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt bereits.

Entsetzen herrscht unter Tierfreunden in Niederösterreich. Bei Frauendorf an der Schmida stieß ein Vogelbeobachter auf einen schrecklichen Fund. Bereits seit längerer Zeit hatte der Mann dort ein Uhu-Nest im Fokus gehabt. Erst vor knapp fünf Wochen waren drei Junge geschlüpft, deren Aufwachsen er dokumentieren wollte. Doch jetzt entdeckte der Hobbyforscher eine neuerliche Tiertragödie: Tot, mit blutverklebten Federn und Schnäbeln, waren die kleinen Uhus in der Nähe ihres Nestes im Erdreich verscharrt worden.

Der Finder meldete den Vorfall der Vogelschutz-Organisation BirdLife, diese erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei. Damit reißen die grausamen Anschläge auf Wildtiere im Weinviertel nicht ab. Wie berichtet, kamen seit 2016 bereits zahlreiche Greifvögel durch Giftköder ums Leben. Erst Mitte März gab es erneut Aufregung, als rund um Großinzersdorf im Bezirk Gänserndorf ein Seeadler, drei Rotmilane und sechs Mäusebussarde dem hochgiftigen Carbofuran zum Opfer fielen. Dieses Pestizid ist wegen der großen Gefahr bei seiner Anwendung längst verboten. Mit dem Tod der drei wehrlosen Uhu-Babys ist diese unheimliche Serie im Weinviertel leider um eine blutige Facette reicher.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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