Blutbad in Ungarn

12.01.2019 13:18

Wiener (57) wollte „die ganze Familie auslöschen“

„Es war furchtbar, als der Verrückte in unser Haus stürmte und um sich schoss, auf meinen Vater, meine kleine Schwester, die meine Mutter auf dem Schoß hatte. Als sie flüchten wollte, schoss er weiter auf sie.“ Es war ein schreckliches Blutbad, das ein 57 Jahre alter Wiener am Donnerstag im Haus der Familie seiner Freundin in Ungarn angerichtet hatte und das mit zwei Toten sowie vier teils schwer Verletzten endete.

Abgespielt hatte sich die Bluttat im kleinen Ort Kaptalanfa im Westen Ungarns - und kam einem Amoklauf gleich. Neun Personen befanden sich zum Zeitpunkt der Tat im Haus der Familie, wie das Internetportal „Blikk.hu“ am Samstag berichtete. Mit einer Schusswaffe, Molotowcocktails und offenbar auch einer Axt stürmte der Verdächtige in die Räumlichkeiten - offenbar mit dem Ziel, „die Familie auszulöschen“, wie es heißt.

Blutbad, weil sie Rückkehr verweigerte
Der Österreicher soll die 22-jährige Ungarin in Wien kennengelernt haben, die junge Frau hatte dort in einem Hotel gearbeitet. Als sich die Beziehung zu dem 35 Jahre älteren Wiener verschlechterte, kehrte sie zu ihrer Familie nach Ungarn zurück. Eine Rückkehr verweigerte sie, womit der 57-Jährige offenbar nicht fertigwurde. Mit seinem Pitbull - den der Wiener später ebenfalls erschoss - fuhr der Mann daraufhin nach Kaptalanfa zum Haus der Familie.

„Es war furchtbar, als der Verrückte in unser Haus stürmte und um sich schoss, auf meinen Vater, meine kleine Schwester, die meine Mutter auf dem Schoß hatte. Als sie flüchten wollte, schoss er weiter auf sie“, berichtet eines der insgesamt elf Kinder der Familie gegenüber dem Internetportal. Für den Familienvater kam jede Hilfe zu spät, er erlag vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Dreijähriges Mädchen mit Axt attackiert
Die 40 Jahre alte Mutter der 22-Jährigen sowie Letztere wurden schwer verletzt, ebenso auch die erst drei Jahre alte Schwester der jungen Frau. Diese hätte der Wiener nicht nur mit Schüssen verletzt, sondern auch noch mit einer Axt attackiert, wird berichtet. Das Kind erlitt schwere Kopfverletzugnen. Wie das Spital in Györ am Samstag bekannt gab, schwebt das kleine Mädchen nach wie vor in Lebensgefahr. Auch eine weitere Schwester der 22-Jährigen im Alter von sechs Jahren erlitt Verletzungen. Nach der Tat beging der Wiener Selbstmord.

„Furchtbare Tragödie“
Der Bürgermeister der Ortschaft, Gaspar Csordas, sprach in ungarischen Medien von einer „furchtbaren Tragödie“, die den sonst so friedlichen Ort heimgesucht habe. Die Betroffenen beschrieb er als „fleißige Familie“, der getötete Vater sei bei der Gemeinde beschäftigt gewesen.

 krone.at
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