Betrunkenen verfolgt

Mutige Polizistin zieht Geisterfahrer Schlüssel ab

Mit einem Lincoln Mark - einem großen, amerikanischer Geländewagen - lieferte sich ein betrunkener Deutscher (49) am Donnerstagabend im oberösterreichischen Mondsee eine Verfolgungsjagd mit Polizisten aus Seewalchen - eine davon war Eva Pötzelberger (42). Sie erzählt im Interview, wie schlimm die Wahnsinnsfahrt enden hätte können ...

„OÖ Krone“: Am Parkplatz der Raststation Loibichl wollten Sie den Autolenker kontrollieren.
Eva Pötzelberger: Der Lenker war gegen die Richtungspfeile gefahren. Bei der Kontrolle hat er nur starr geschaut, irgendwas gemurmelt. Plötzlich hat er Gas gegeben und ist davongerast. Wir waren geschockt, der hätte mit seinem riesen Pkw jedes andere Auto verräumen können.

Es gab eine Verfolgung.
Mein Kollege und ich sind ihm nachgerast. Er war extrem wild unterwegs, einige andere Autofahrer sind fast in den Graben gefahren. Es war knapp 17 Uhr, da war viel los auf der Straße.

Wohin ist er gefahren?
Er ist auf einer Abfahrt der A1 aufgefahren und einige Meter in die falsche Richtung gerast. Er dürfte sich aber gewundert haben, dass ihm so viele Autos entgegenkommen und hat umgedreht. Wir haben einem Lkw-Fahrer Zeichen gegeben, dass er den Pannenstreifen absperren soll, auch Pkw-Lenker haben geholfen. So konnten wir ihn auf der Überholspur einsperren.

Dann sind Sie zu ihm?
Ich wollte seine Türen aufmachen, die waren aber verschlossen. Dann hab’ ich mich durchs Fenster gelehnt, um den Schlüssel abzuziehen. Er hat nicht verstanden, warum ich den will. Ich hab’ gehofft, dass er nicht wieder Gas gibt, während ich im Auto hänge.

  • Symbolbild
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Was hat er gesagt?
Er hat in seinem Rausch nicht viel gesagt, wir haben ihm dann ein Zimmer gesucht. Er hatte keinen Führerschein mehr und am Montag seinen Job verloren.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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