Leser Richtung Kurz:

29.12.2018 13:16

„Wir wollen keine neue Massensteuer“

Wie Bundekanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kürzlich in einem Interview im ORF offenbarte, sollen in Zukunft auch die großen Internet-Giganten zur Kasse gebeten werden. Man wolle damit klarstellen, dass „nicht nur mittelständische und kleine Unternehmen Steuern zahlen, sondern in Zukunft auch die großen Internet-Giganten“. Viele „Krone“-Leser fragen sich nun allerdings, wie das funktionieren soll. 

Bis dato scheiterte eine europäische Lösung zur Besteuerung digitaler Konzerne am Widerstand einzelner Nationalstaaten. Nach Frankreich will nun auch Österreich den nationalen Alleingang wagen und wird bei der Regierungsklausur im Jänner einen Vorschlag diesbezüglich einbringen. Die krone.at-Community ist diesbezüglich jedoch weniger euphorisch und befürchtet, dass diese Steuer auf die Bevölkerung umgelegt wird. User „Mainau100“ prophezeit hierzu, dass „die Preise steigen werden und der Kunde auf diesem Weg zahlt“.

„Während seit über 20 Jahren ein großer Versandhändler keine Steuern zahlt, müssen die Kleinen bis zu 55 Prozent Einkommensteuer zahlen“, nimmt User „Senftube“ hier die Politik in die Pflicht, um Fairness herzustellen.

 „So könnte man eventuell die kleinen Geschäfte wiederbeleben“ - auch andere Leser zeigen Unverständnis für die Steuerpraktiken großer IT-Konzerne. 

Lob kommt aber auch dafür, dass Österreich einen Alleingang wagt: „Gott sei Dank gibt es sie noch. Die Nationalstaaten, welche Eigeninitiativen setzen, wenn die EU Gemeinschaft unentschlossen ist“, erreicht uns über Facebook dieser Kommentar. 

Was ist Ihre Meinung zur Einführung einer Digitalsteuer in Österreich? Kann damit effektiv gegen Steuertricks und Ungleichheiten bei der Besteuerung von Internet-Giganten vorgegangen werden? Oder wird die Steuer die breite Bevölkerung treffen? Diskutieren Sie mit uns hier in den Kommentaren oder in unserem krone.at-Forum. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge. 

Manuel Cerny
Manuel Cerny

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