Causa Drasenhofen

07.12.2018 08:12

8500 € pro Person: Wirbel um „teure Flüchtlinge“

Strafanzeige gegen Landesrat Gottfried Waldhäusl, dazu Misstrauensantrag und ein drohender U-Auschuss im Landtag - der Fall des umstrittenen Ayslheims in Drasenhofen im Bezirk Mistelbach wird unsere Politik noch lange beschäftigen. Auch die Kritik an den hohen Kosten für die Betreuung der Jugendlichen wird lauter.

Obwohl den 16 Minderjährigen laut Jugendanwaltschaft in Drasenhofen weder (sozial)pädagogische Betreuung noch angemessene Freizeitaktivitäten geboten wurden, belaufen sich die Kosten für deren Betreuung auf 95 Euro am Tag. Dazu kommen 188 Euro für das „Sicherheitskonzept“, lässt SP-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig ausrichten. Das sind in Summe 8500 Euro pro Person und Monat. „Das ist fast dreimal soviel, wie normalerweise veranschlagt wird“, kritisieren die NEOS. Wie berichtet, fordert Sprecherin Indra Collini eine Prüfung seitens des Rechnungshofes.

Über die Kosten will auch Waldhäusl (FP) nichts sagen - im Interview mit Ö1 meint er: „Aber das ist schon wieder eine Sache der Vergangenheit, weil Drasenhofen in dieser Art und Weise ohnehin nicht mehr fortgeführt wird. Schauen wir mal, was es in St. Gabriel kostet.“ Die Betroffenen waren unter dem Druck der Kritik nach Mödling verlegt worden.

Die Grünen hoffen jedenfalls weiter auf einen Untersuchungsausschuss - auch wenn bereits die SP vorerst abgewunken hat. „Wir wollen wissen, wer die Gelder für die private Betreuungsfirma ASOB genehmigt hat“, so Helga Krismer.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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