Protest vereitelt

11.10.2018 11:39

Mann (56) wollte sich vor Kapitol in Luft sprengen

Die US-Polizei hat vor Kurzem einen 56-jährigen Mann festgenommen, der sich am Tag der Kongresswahlen am 6. Oktober vor dem Kapitol in Washington in die Luft sprengen wollte. Laut Staatsanwaltschaft wollte der New Yorker mit seinem Selbstmord die Aufmerksamkeit der Amerikaner auf einen alternativen Wahlmodus lenken: die Bestimmung von Volksvertretern per Losentscheid. Statt einer Änderung des Wahlsystems drohen dem Mann wegen der Herstellung von Sprengstoff und dessen Transport zwischen Bundesstaaten bis zu zehn Jahre Haft.

Der 56-Jährige habe nur sich töten und sonst niemanden in Mitleidenschaft ziehen wollen, hieß es seitens der Ermittler weiter. Allerdings hätte es nach Einschätzung der Bundespolizei FBI leicht zu weiteren Opfern und großen Schäden kommen können.

Die Polizei hatte den Mann bei einer Verkehrskontrolle gestoppt, nachdem dieser zuvor einen Journalisten über seine Pläne informiert hatte, hieß es weiter. Bei einer Durchsuchung seines Hauses im Norden von New York entdeckten die Ermittler einen Sprengsatz mit rund 90 Kilogramm Sprengstoff. In den Vernehmungen hatte der Verdächtige demnach eingestanden, er habe sich am Wahltag auf der berühmten National Mall zwischen Lincoln Memorial und Kapitolshügel in Washington in die Luft sprengen wollen.

Keine Spuren zu terroristischer Gruppe
Gerichtsdokumenten zufolge ist der Mann ein Verfechter der Demarchie, einer demokratischen Herrschaftsform, in der politische Ämter durch eine Art Losverfahren und nicht durch Wahlen bestimmt werden. Er habe alleine gehandelt und gehöre keiner terroristischen Gruppierung an, berichtete NBC weiter unter Bezug auf nicht namentlich genannte Quellen in den Behörden.

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