Coca-Cola-Boykott

28.04.2018 12:54

krone.at-User: „Das war ein Schuss in den Ofen“

Wegen seines Boykottaufrufs zum „freiwilligen Verzicht auf Coca-Cola“ ist der steirische SPÖ-Chef Michael Schickhofer auf heftige Kritik gestoßen: Der Getränkemulti zeigte sich empört - es seien durch eine derartige Wortmeldung eine Reihe von Partnerschaften und nicht zuletzt Arbeitsplätze in Österreich betroffen -, die Gewerkschaft PRO-GE meldete, dass Schickhofer „deutlich über das Ziel hinausgeschossen“ sei. Auch die Reaktionen vieler krone.at-User zeigen deutlich: Der steirische SPÖ-Chef könnte sich mit dieser Aktion selbst ins Knie geschossen haben.

Bereits am Freitag bezweifelte Bundessekretär Manfred Felix von der Gewerkschaft PRO-GE die Sinnhaftigkeit des Aufrufs. Noch dazu sei Coca-Cola mit mehr als 1000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Burgenland, so Felix weiter. krone.at-User sancla schrieb dazu: „Die SPÖ in ihrer Überheblichkeit kapiert es nicht, nach der Hand, die dich füttert, beißt man nicht.“ Ähnlich denkt michael-west: „Das sind doch Arbeitsplätze bei uns, die durch solche Reden gefährdet werden.“ User Sepp73 setzt noch einen drauf und meint: „Die SPÖ mag Arbeitslose eh lieber als brave Steuerzahler, demnach werden sie sich nicht zurückhalten.“ „Das war wohl ein Schuss in den Ofen“, fasst dasmysterium seine Sicht der Dinge zusammen.

„Wirtschaftspolitik à la SPÖ“
Seitens PRO-GE betonte man am Freitag zudem, dass sich Handelskriege durch solche unbedachten Aussagen nicht gewinnen ließen, und forderte, diese künftig zu unterlassen. Ein Getränke-Boykott werde die Stahlindustrie ohnehin nicht schützen. Auch die Mehrheit der krone.at-User stellte die Sinnhaftigkeit von Schickhofers Forderung infrage. „Wirtschaftspolitik à la SPÖ: Konzerne wie Coca-Cola sollen massenhaft Steuern zahlen, die die SPÖ dann umverteilen darf, und gleichzeitig ruft die SPÖ zum Boykott auf, obwohl 1000 Arbeitsplätze in Österreich davon abhängen und obwohl das mit den Strafzöllen auf Alu + Stahl genau nix zu tun hat. Lauter Blitzgneißer!“, findet User hst1510.

„Zuerst denken, dann reden“
Die Umsatzanteile solcher Zwergstaaten liegen hinter dem Komma. Wollte man solche Konzerne biegen, hilft ausschließlich ein gemeinschaftliches Auftreten der gesamten EU, alles andere ist Zeitverschwendung und einzelne Staaten können dabei nur verlieren,“ so krone.at-User mr.steuerzahler. „Zuerst denken, dann reden“, donnert User Krasnogorsk.„Schlimm, dass sowas in einer Landesregierung sitzt“, findet User ramses5o.

  • Michael Schickhofer hat mit seiner Forderung den Coca-Cola-Konzern gegen sich aufgebracht.
    Michael Schickhofer hat mit seiner Forderung den Coca-Cola-Konzern gegen sich aufgebracht.

„Gesündester Prostest gegen Trumps Maßnahme“
Schickhofer rief am Freitag im Zusammenhang mit der US-Strafzollpolitik zum Verzicht auf den Konsum von „Luxusprodukten“ aus den USA, wie eben von Coca-Cola, auf. Trotz der Aufforderungen, seine Aussagen zu überdenken und zurückzunehmen, bleibt Schickhofer bei seiner Forderung, wie er am Freitag am Rande eines Besuchs in Hamburg mitteilte: „Auf Coca-Cola zu verzichten, ist der gesündeste Protest gegen diese Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump. Ich bin davon überzeugt, die Österreicherinnen und Österreicher werden weiter trinken und hoffentlich gesündere Getränke zu sich nehmen.“ Er selbst, so Schickhofer, werde künftig angesichts der Wirtschaftspolitik von Trump überhaupt auf amerikanische Produkte verzichten.

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