Peter Schröcksnadel

13.03.2018 14:54

„Ich werde Marcel ganz sicher nicht überreden!“

Österreichs Ski-Boss Peter Schröcksnadel plaudert im Interview mit der „Krone“ über Superstar Marcel Hirscher und dessen Zukunft. Und einen weiteren rot-weiß-roten Rekord für die Ewigkeit. (Im Video oben sehen Sie ein Interview mit Stefan Illek, Hirschers Kommunikationsberater.)

„Krone“:Herr Präsident, der alpine Winter neigt sich dem Ende zu. Und ein Mann hat wieder einmal alles überstrahlt.
Peter Schröcksnadel: Ja, was Marcel Hirscher da in den letzten Jahren geschafft hat, ist einfach nur außerordentlich. Siebenmal hintereinander den Gesamt-Weltcup zu gewinnen, das geht doch eigentlich gar nicht! Wo nimmt ein Mensch jedes Jahr von Neuem diese Motivation her?

Was macht ihn so stark?
Keine Frage, er hat Riesentalent. Dazu kommen seine unglaubliche Energie und vor allem viel Fleiß! Das macht ihn so herausragend.

Wird Marcel weiter fahren?
Ich denke, dass er auch den kommenden WM-Winter in Angriff nehmen wird. Vielleicht mit einem neuen Konzept. Aber entschieden hat er das noch nicht.

Werden Sie ihn überreden?
Nein, ich werde Marcel ganz sicher nicht überreden. Erstens, weil das keinen Sinn macht. Und zweitens, weil er ein sehr schlauer Bursche ist. Er muss und wird selbst wissen, was er will. Ich kann ihm da nur mit meinem Rat zur Seite stehen.

Und wenn er aufhört, haben Sie Sorgen ums Team?
Das wäre ein großer Verlust. Aber ich hätte keine Sorgen. Egal ob nach Klammer, Maier, Eberharter oder Raich. Es hat sich bei uns immer wieder einer zum Superstar entwickelt. Aber Marcel ist natürlich schon ein ganz, ganz Großer

Und die Bilanz unserer bisher sieglosen Abfahrer?
Die sind eine starke Truppe! Die Arbeit mit Sepp Brunner trägt schon ganz klar Früchte und wird bald auch Siege bringen!

Österreich wird in Åre zum 29. Mal in Serie den Nationencup gewinnen. Wie erklären Sie diese Dominanz?
Ich sag ja immer: Interessant wird der Nationencup für die Öffentlichkeit erst wieder dann werden, wenn wir ihn einmal nicht gewinnen sollten. Dabei ist das alles andere als selbstverständlich! Früher waren wir weit weg, hinter der Schweiz, Frankreich oder Italien. Und jetzt holen wir ihn zum 29. Mal in Folge. So eine lange Zeitspanne, das spricht schon für die gute Arbeit des ganzen Teams.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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