Schöne Schreibe

13.02.2018 08:15

Emoticons & Co.: Zurück zur Zeichensprache?

Am Freitag ist Halbzeit für die Schüler im Osten. Ein Semester ist um. Immer mehr Kinder haben Probleme mit der Rechtschreibung, auch wenn ihre Muttersprache Deutsch ist. Wie viele genau von einem Fleck in der Schulnachricht betroffen sind, wird nicht statistisch erfasst, weder in Wien noch bundesweit.

„Wg“ steht für „wie geht’s?“, „ag“ für „auch gut“ und „wmdg“ heißt „was machst du gerade?“ – Eltern wundern sich oft über die Zeichensprache der Teenager auf Smartphones, die meist durch Smileys ergänzt wird. Verstärkt haben Kinder aber auch im Unterricht mit der Rechtschreibung zu kämpfen. Dafür gibt es viele Gründe. Übermäßiger Fernsehkonsum, Computerspiele, zu wenig Bewegung.

„Früher war es wichtig, gut schreiben zu können. Heute gibt es ein Korrekturprogramm“, erklärt Elisabeth Fuchs, Pflichtschulinspektorin im Wiener Stadtschulrat. Außerdem werde schon vor Schuleintritt weniger vorgelesen. Die Pädagogin hält aber fest, dass die heutigen Schüler dafür andere Dinge (wie Technik oder die Internet-Recherche) besser beherrschen. Oft mangelt es an der Konzentration. Hier empfiehlt Psychologe Simon Brandstätter, die Ablenkung zu reduzieren und Bewegung in der Natur.

Martina Münzer, Kronen Zeitung

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