Ort

Riedlingsdorf

Beschreibung
BW Riedlingsdorf (ungarisch: Rödöny) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich, die im oberen Pinkatal liegt und rund 1600 Einwohner (Stand 2017) hat. Die Gründung des Ortes, der 1331 erstmals urkundlich erwähnt wurde, erfolgte als Waldhufendorf innerhalb des ungarischen Grenzschutzsystems Gyepű. Anfangs zur Herrschaft Bernstein gehörend, wurde er später Teil der Herrschaft Pinkafeld und war durch diese Zugehörigkeit jahrhundertelang Teil von Westungarn. Militärische Auseinandersetzungen wie der Erste Österreichische Türkenkrieg oder die Kuruzenaufstände führten immer wieder zu schweren Zerstörungen und großen Menschenverlusten. Ehe die Ortschaft im Zuge der Landnahme des Burgenlandes 1921 zu Österreich kam, wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts von einer Auswanderungswelle erfasst, im Zuge derer mehr als 10 Prozent der Bevölkerung einen Neuanfang in den Vereinigten Staaten wagten. Während beide Weltkriege zu zahlreichen Gefallenen unter der männlichen Bevölkerung von Riedlingsdorf führten, blieb die Ortschaft im Zweiten Weltkrieg von unmittelbaren Kampfhandlungen verschont. Im Laufe des 20. Jahrhunderts änderte sich das Erscheinungsbild der Ortschaft radikal. Dominierten anfangs noch bäuerliche Strukturen, wurden im Laufe der Zeit viele Einheimische zu Wochenpendlern, die in Wien als Handwerker und Arbeiter ihren Lebensunterhalt verdienten. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung der Region in den letzten drei Jahrzehnten verfolgt Riedlingsdorf mittlerweile das Konzept einer Wohngemeinde, die versucht, junge Familien, die auf lokaler Ebene Arbeit finden, an sich zu binden.
Quelle: Wikipedia

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