Schlagwort

HIV

Beschreibung
Das Humane Immundefizienz-Virus (wissenschaftlich Human immunodeficiency virus), zumeist abgekürzt als HIV oder auch bezeichnet als Menschliches Immunschwäche-Virus oder Menschliches Immundefekt-Virus, ist ein behülltes Virus, das zur Familie der Retroviren und zur Gattung der Lentiviren gehört. Eine unbehandelte HIV-Infektion führt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjährigen symptomfreien Latenzphase in der Regel zu AIDS (engl. acquired immunodeficiency syndrome, erworbenes Immundefizienzsyndrom). Die Verbreitung von HIV hat sich seit Anfang der 1980er Jahre zu einer Pandemie entwickelt, die nach Schätzungen des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) bisher etwa 39 Millionen Leben gefordert hat. Ende 2014 waren geschätzt 36,9 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert, bei gleichmäßiger Verteilung auf beide Geschlechter. Im Jahr 2014 starben ungefähr 1,2 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer HIV-Infektion. Die Zahl der bekannten Neuinfektionen sinkt seit 1997 stetig und lag 2014 bei zwei Millionen Menschen. Auch die Zahl der AIDS-Toten ist seit dem Jahr 2005 rückläufig. In Deutschland lebten gemäß Schätzungen des Robert-Koch-Instituts Ende 2016 88.400 Menschen mit HIV, davon sind 73 % Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben, der Anteil an Menschen, die intravenös Drogen konsumieren, betrug ca. 11 %. Für das Jahr 2017 wurden 2600 HIV-Neuinfektionen geschätzt, davon waren 65 % Männer, die Sex mit Männern hatten. Seit Beginn der Epidemie sind in Deutschland etwa 29.800 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion verstorben. In Österreich lebten 2011 etwa 18.000 infizierte Menschen, davon 5200 Frauen. In der Schweiz lebten 2013 etwa 20.000 HIV-Infizierte, davon 6100 Frauen.
Quelle: Wikipedia

Aktuellster Artikel

Alle Artikel