Fraktionen uneins

Gegenwind für die Linzer Seilbahnpläne

Die Fronten sind verhärtet! Ein Umstand, der Linz im Wettrennen mit Graz um die erste urbane Stadtseilbahn Österreichs ein wenig zurückwerfen könnte. Denn obwohl man laut schwarz-grünem Regierungsprogramm künftig einen Fokus auf derartige Projekte setzen will, sind in Linz VP und Grüne dagegen.

Gondelprojekte auch in Städten
Seilbahnen verbindet man bei uns vor allem als Freizeitgefährt, das einen beim Skifahren und Bergwandern von der Tal- zur Bergstation befördert. Dass derartige Gondelprojekte hoch über der Stadt – unzählige Metropolen rund um die Welt machen es vor – ganz ohne Stau und mit positiver Öko-Bilanz auch den Nahverkehr entlasten können, wollen viele nicht wahrhaben.

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In der Vergangenheit ging es den Grünen meist zu langsam und jetzt, wo wir einmal Vorreiter für ein Zukunftsprojekt wären, tun sie nicht mit!

Klaus Luger, SP-Bürgermeister Stadt Linz

Fraktionen sind sich uneins
Sehr zum Ärger auch von SP-Stadtchef Klaus Luger und FP-Stadtvize Markus Hein. Sie wollten im Gemeinderat die anderen Parteien für eine Resolution an Ministerin Leonore Gewessler zur Unterstützung des Linzer Gondelprojekts gewinnen. Doch VP und Grüne enthielten sich der Stimme. Und das obwohl man laut schwarz-grünem Regierungspapier künftig urbane Seilbahnen forcieren will.„

Verkehr am Boden soll zuerst geklärt werden
Wir sind nicht grundsätzlich dagegen, aber ein dichterer S-Bahn-Takt oder eine rasche Öffi-Verbindung im Osten sind wichtiger. Außerdem wirkt das Projekt noch nicht ausgereift“, so Grünen-Mobilitätssprecher Klaus Grininger. Für VP-Stadtvize Bernhard Baier wäre zudem die Tram-Verlängerung nach Pichling vorher fällig. „Das macht nur Sinn, wenn der viergleisige Westbahn-Ausbau realisiert ist“, klärt Stadtchef Luger auf, der trotz Gegenwind mit FP-Vize Hein in Wien vorsprechen will.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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