21.11.2019 17:08

Runder Tisch geplant

Zaha-Hadid-Haus: Vom Schandfleck zum Wahrzeichen?

Das markante Haus von Stararchitektin Zaha Hadid an der Lände hätte ein Wahrzeichen für Wien und den Alsergrund werden sollen - das ist es aber nur auf den ersten Blick, zum Beispiel für die Schiffspassagiere auf der Donau. Viele sprechen bei dem unbewohnten „Kobel“ eher von einem Schandfleck. Das soll sich ändern.

Dass selbst Meistern ihres Fachs einmal etwas misslingt, lässt sich eindrucksvoll am sogenannten Zaha-Hadid-Haus am Donaukanal am Alsergrund beweisen. Zehn Millionen Euro hat der 2006 fertiggestellte Prestigebau verschlungen. Das Haus auf Stelzen sollte das Zentrum einer Kunst- und Kulturmeile samt Lokalen und Studentenheim werden. Kaum etwas davon ist eingetreten. Kunstvoll sind eventuell die zahlreichen Graffitis an den Hauswänden. Nur wenige Wohnungen sind belegt.

Neuer Eigentümer hat große Pläne
Jetzt gibt es einen neuen Eigentümer. „Als ich davon erfuhr, habe ich den Herrn sofort eingeladen. Ich wollte wissen, wie der Bezirk helfen kann, damit das Grätzel endlich zu dem wird, was es sein kann“, so Alsergrunds Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ). Ein runder Tisch mit Eigentümer, Vertretern des Bezirks, der Wiener Linien und verschiedener Dienststellen der Stadt wurde einberufen.

Erreichbarkeit muss dringend erhöht werden
Es gibt gemeinsame Vorstellungen. Geplant sind Lokale im Erdgeschoss und Kurzzeit-Vermietungen. „Natürlich ist die Architektur speziell. Aber wir brauchen offenere Räume. Dunkle Ecken wollen wir gemeinsam mit dem neuen Eigentümer beseitigen“, so Ahmad. Daher laufen nun auch Gespräche mit städtischen Dienststellen, denn die Erreichbarkeit mit Auto, Fahrrad und selbst zu Fuß lässt zu wünschen übrig. „Sind einige Dinge geklärt, dann wird es einen zweiten runden Tisch geben.“

Philipp Stewart
Philipp Stewart
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