Doris Uhlich:

Tanz, der alle Grenzen sprengt

International erfolgreich ist die Choreografin Doris Uhlich aus Seewalchen. Heuer beehrt sie ihre Heimat Oberösterreich aber gleich mit zwei ihrer Projekte, die Grenzen sprengen: „Every Body Electric“ wird beim Festival sicht:wechsel zu sehen sein, „Unkraut“ beim Schäxpir-Festival.

Doris Uhlich fordert viel von ihrem Publikum. Und hat damit Erfolg: Mit ihrem Stück „Every Body Electric“, bei dem körperlich Beeinträchtigte tanzen, tourte sie gerade durch viele Länder Europas und wird im Juli auch bei der Biennale in Venedig zu Gast sein. Geboren wurde die Idee dazu vor drei Jahren bei einem Workshop für Beeinträchtigte: „Die Teilnehmer waren so stark und hatten so viel Potenzial, dass mir klar wurde, das muss ein abendfüllendes Stück werden. Das ist kein Sozialprojekt, wir gehen sehr weit, überraschen und erforschen alle Möglichkeiten.“

  • Every Body Electric
    Every Body Electric

Getanzt wird samt Rollstuhl oder Krücken, acht Performer, manche Laien, manche Profis, stehen im Rahmen von sicht:wechsel (3. bis 7. Juni) auf der Bühne des Posthofs.

  • Unkraut
    Unkraut

Nur wenige Wochen später kommt „Unkraut“ im Rahmen des Schäxpir-Festivals zur Uraufführung. Sechs junge Frauen werden zu Uhlichs neuer Choreografie tanzen: „Es geht darum, wie man als Frau geformt wird, von innen wie von außen. In jeder von uns schlummert ja ein Wildwuchs, der aber zurechtgestutzt wird.“ Thematisiert wird das Frauenbild auch über kritische Betrachtung von Social Media.

„Every Body Electric“, 3. Juni, 20 Uhr, Posthof, sicht-wechsel.at; „Unkraut“, Uraufführung 25. Juni, 18 Uhr, Posthof, schaexpir.at

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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