Lehrerin angesteckt?

Coronavirus-Verdacht: Schule in Wien abgeriegelt

Coronavirus-Verdacht in einer Wiener Schule: Der gesamte Bereich rund um das Gymnasium Albertgasse im achten Gemeindebezirk ist abgeriegelt. Entgegen ersten Informationen wurde die Schule nicht evakuiert, laut Recherchen der „Krone“ vor Ort darf derzeit aber niemand das Gebäude betreten oder verlassen.

UPDATE (13:45): Die betreffende Lehrerin wurde inzwischen negativ getestet, die Sperrmaßnahmen wurden aufgehoben.

Eine Lehrerin im BGRG Albertgasse hat sich womöglich bei einem Aufenthalt in Norditalien mit dem Virus angesteckt, heißt es. Der Bereich rund um die Schule wurde großräumig von der Polizei abgesperrt.

Einsatzkräfte stehen bereit und warten derzeit auf Anweisungen aus dem Ministerium. Schüler und Lehrer würden nun auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus getestet, teilten die Bildungsdirektion und das Bildungsministerium mit. Kinder vorzeitig aus der Schule abzuholen ist nicht möglich.

Tests, wo es notwendig ist
Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach im Rahmen der Sitzung des Einsatzstabes am Mittwoch beim Vorgehen in der Schule von einer „guten Vorbereitung“. Nun würden Kinder und Lehrer, „wo es notwendig ist, getestet“, dann werde entschieden, wie es weitergeht. 

  • Auch diese 4. Klasse des BGRG 8 wartet gespannt, was passiert. Auf die Wand ist der Twitter-Account der Wiener Polizei projiziert.
    Auch diese 4. Klasse des BGRG 8 wartet gespannt, was passiert. Auf die Wand ist der Twitter-Account der Wiener Polizei projiziert.

Auch bei dem Verdachtsfall in Kärnten, wo eine 56-jährige Urlauberin aus Italien gestorben ist, sprach er von einem „richtigen Vorgehen“ des Arztes. Der Mediziner hatte eine Infektion mit dem Coronavirus nicht auschließen können, daraufhin sei das Apartmenthaus in Bad Kleinkirchheim wie die Schule in Wien abgeriegelt worden.

„Undurchsichtige Situation für Eltern und Betroffene“
Kritik an der Vorgehensweise bezüglich des Verdachtsfalls an der Schule kam am Mittwoch von mehreren Seiten. So beklagte ÖVP-Bezirksrat und Sicherheitsbeauftragter Karl Fiala, dass der Informationsfluss nicht funktioniere. Von einer „undurchsichtigen Situation für Eltern und Betroffene“ war die Rede. Auch Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker reagierte verwundert über die Sperre. Es sei „ein bissl übertrieben“, wenn auf Verdacht eine ganze Schule gesperrt werde. Solche Entscheidungen dürften nur auf Basis von Testergebnissen fallen, kritisierte Hacker das Bildungsministerium.

„Da hat offensichtlich der Generalsekretär im Unterrichtsministerium die eigene Botschaft ,Keine Panik‘ übersehen“, so Hacker. Es könne nicht sein, dass „panikhaft“ Polizisten losgeschickt werden, um eine Schule zu sperren. „Es ist notwendig, dass auf Bundesebene wieder die Ordnung hergestellt wird und laut dem Bundesepidemiegesetz ist der Gesundheitsminister der Zentralkommandierende und nicht irgendwelche Generalsekretäre in irgendwelchen Ministerien.“ Er lasse das als „Fehler der ersten Stunde“ durchgehen, „aber weitere solche Fehler dürfen nicht passieren“. 

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