22.11.2019 12:17

Entzückende Szenen

Attenborough filmte Wiener Grabräuber-Hamster

Der britische Naturfilmer David Attenborough hat für seine Dokumentarserie „Seven Worlds One Planet“ auf Wiener Friedhöfen Hamster gefilmt, die Gräber plündern.

In dem Dokumentarfilm, der am Sonntag vom britischen Sender BBC Earth gezeigt wird, geht es um wilde Hamster, die überall in Europa heimisch sind. 

Hungrige Nager am Friedhof
Auf Wiener Friedhöfen fühlen sich die niedlichen Nager offenbar besonders wohl, wie eine vorab auf YouTube veröffentlichte, absolut entzückende Szene zeigt. Zwei hungrige Exemplare stopfen sich frische Blumen von Bouquets in ihre Hamsterbacken und schlagen sich vorm Winter die Bäuche mit dem fettigem Wachs der Grablichter voll.

Produzent Jonny Keeling erklärte gegenüber der britischen Zeitung „Mirror“, dass er vorher nicht gewusst hatte, dass es in Europa wilde Hamster gibt, und zeigte sich erstaunt, sie auch noch mitten in einer Stadt filmen zu können. Für ihn sei es ein absolutes Highlight der Dreharbeiten gewesen, sie da herumrennen zu sehen.

  • Sir David Attenborough
    Sir David Attenborough

Auszeichnung der Queen
Für eine Dokumentarserie über Plastikmüll ist Attenborough gerade von Königin Elizabeth II. ausgezeichnet worden. Der 93-Jährige erhielt am Mittwochabend den Chatham House Prize für die Serie „Blue Planet II“ über die Vermüllung der Ozeane. Diese habe eine „wachrüttelnde“ Wirkung, hieß es zur Begründung.

Als „Vertreter einer gewissen Generation“ sei es eine „große Freude zu beweisen, dass das Alter keine Grenze darstellt, wenn es darum geht, einen guten Einfluss zu haben“, scherzte die Queen, die ebenso alt ist wie Attenborough, bei der Preisübergabe.

  • Queen Elizabeth zeichnet David Attenborough für seine Serie „Blue Planet II“ aus.
    Queen Elizabeth zeichnet David Attenborough für seine Serie „Blue Planet II“ aus.

Der Naturfilmer mahnte in seiner Rede zu mehr Bemühungen zum Umwelt- und Klimaschutz. „Die internationalen Probleme waren noch nie so international, so dringend und so entscheidend wie heute“, sagte er. „Die Atmosphäre hat keine Lieblinge unter den Nationen“, internationale Zusammenarbeit sei unerlässlich.

 krone.at
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