„Women only“

Hotel nur für Frauen auf Mallorca eröffnet

Auf der spanischen Baleareninsel Mallorca hat das erste Hotel (nur) für Frauen eröffnet. „Nun kann ich mich umziehen, ohne dass mich jemand blöde anglotzt“, freut sich eine Urlauberin am Pool. „Ja, jetzt können wir irgendwo hingehen, ohne belästigt zu werden“, bestätigt deren beste Freundin. Den beiden Frauen war bei der Buchung zunächst gar nicht bewusst, dass es sich bei ihrer Unterkunft im Som Dona um ein „Women Only“-Hotel handelt. Aber schon jetzt ist ihnen klar: „Wir kommen sicher wieder!“ Dann wollen sie auch Familienmitglieder und Freundinnen mitbringen.

Von den Hotelangestellten bis zur Dekoration gibt man sich in dem 4-Sterne-Hotel voll und ganz weiblich: In den Zimmern und Fluren hängen Frauenporträt; der Alltag wird vom Kochen bis zur Organisation von weiblichem Hotelpersonal gemeistert. Ohne Männer sei es „sehr viel ruhiger“, meint etwa die Chefköchin, die sich in der „entspannten Atmosphäre unter Frauen“ ebenso wohl zu fühlen scheint.

Doch warum eröffnet man ein Hotel nur für Frauen und Kinder? „Wir dachten uns einfach - warum nicht?“, so die Hotelchefin, die aber auch zugibt, dass es in erster Linie auch ums Geschäft gehe. Das Som Dona nämlich folgt mit dem Women-only-Prinzip dem globalen Trend, bestimmte Services nur Frauen zur Verfügung zu stellen.

Bewertungen fallen mäßig aus
Auf Google wurde das Hotel bislang mit mäßigen 3,3 von 5 Sternen bewertet. Dabei fallen 36 Prozent der Bewertungen mit nur einem Stern negativ aus. Viele davon wurden von Männern gepostet.

„Werden Hotel verklagen“
„Schade, dass es im 21. Jahrhundert in Europa zu Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts kommt. Sie sollten es unterlassen, in faschistischen Einrichtungen zu buchen, die aufgrund ihrer Rasse, ihres Geschlechts oder ihres Alters diskriminieren“, schreibt ein User: „Ich hoffe, niemand geht in dieses Hotel und wir werden die Behörden verklagen.“

Gesetzlich ist der Ausschluss von Männern vollkommen legal: Laut Mallorcas Tourismusgesetz sind Unternehmen, die einen „besonderen Service“ anbieten, vom Diskriminierungsgesetz befreit.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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