22.11.2019 12:30

Riesiger Erfolg

106 Lokale in Tirol mit Hauben ausgezeichnet

Was für ein Erfolg für Tirol! Der Kirchberger Starkoch Simon Taxacher erhielt erstmals fünf Hauben. Zehn Restaurants in Tirol dürfen sich Vier-Hauben-Lokal nennen. Die Hauben reichen von A wie „Alpenhaus“ in Ischgl bis z wie „Zoom“ in Reith. 

Tirol ist im bundesweiten Vergleich nicht nur beim Tourismus tonangebend, sondern hat auch in kulinarischer Hinsicht sehr viel zu bieten. Das wurde Mittwoch Abend, bei der Präsentation des frischgedruckten Gault&Millau 2020 in Wien einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Eines vorweg: Gourmet-Liebhaber haben es in Tirol gut. Sie können auf genau 106 Restaurants zurückgreifen, aufgeteilt auf alle Bezirke, die eine bzw. mehrere Hauben haben. Angeführt wird diese Liste der Kochkünstler vom Kirchberger Simon Taxacher, der für sein gleichnamiges Restaurant heuer mit fünf Hauben ausgezeichnet wurde.

  • Sie hatten trotz der Neuausrichtung der Bewertung bei der Gault&Millau-Verleihung am Mittwoch Abend in Wien leicht lachen: Simon Taxacher (rechts) aus Kirchberg und der Wiener Silvio Nickol (Gourmet Restaurant).
    Sie hatten trotz der Neuausrichtung der Bewertung bei der Gault&Millau-Verleihung am Mittwoch Abend in Wien leicht lachen: Simon Taxacher (rechts) aus Kirchberg und der Wiener Silvio Nickol (Gourmet Restaurant).

Fünf Hauben wurden zum ersten Mal in Österreich vergeben
Erstmals überhaupt in der 41-jährigen Geschichte von Gault&Millau in Österreich wurden fünf Hauben vergeben. Der Grund war eine Umstellung beim Vergabesystem - vom Vier- auf ein Fünf-Haubensystem. Auch das Punktesystem wurde geändert, dahingehend, dass es nun auch halbe Punkte gibt. „Das erweiterte Punktesystem mit Halbpunkten von 11 bis 19,5 Punkten ermöglicht eine wesentlich differenziertere Bewertung, was vor allem bei den besten Restaurants des Landes mehr Orientierung bringt“, betonen die Gault&Millau-Herausgeber Martina und Karl Hohenlohe.

  • Martina und Karl Hohenlohe - Herausgeber Gault&Millau
    Martina und Karl Hohenlohe - Herausgeber Gault&Millau

Was wird bewertet?
Was genau wird dabei bewertet? Zum einen die Frische (Saison) und Qualität der verwendeten Produkte, weiters die Kreativität (zeitgemäße Zubereitung der Landesküche) bzw. Einfallsreichtum in Bezug auf neue Gerichte. Zudem die Harmonie der Zubereitung (Erhaltung des Eigengeschmacks) und letztlich auch die Beschaffenheit der Suppen und Soßen sowie die Exaktheit der Garung. Die Noten beziehen sich nur auf die Küche, nicht aber auf Ausstattung und Service.

Benjamin Parth Zweiter
Neben Taxacher brillierte auch Benjamin Parth aus Ischgl, der auf 18,5 Punkte kam. „Nun lautet mein Ziel fünf Hauben“, lächelte der 31-Jährige. Insgesamt hat Tirol zehn Vier-Hauben-Lokale (siehe Grafik unten).

Claus Meinert
Claus Meinert
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