Landesgalerie Linz:

Lebenswerk rund um Metall, Design und noch mehr

Metall ist mehr als ein Werkstoff für Industrie und Technik. Es ist für Kunst und Design bestens geeignet - und auch für ein Lebenswerk. Die Landesgalerie Linz und drei weitere Galerien widmen dem Linzer Metallplastiker und Meiserklassenleiter Helmuth Gsöllpointner (85) den breit und vielfältig angelegten Rundumblick „Metall und mehr“.

„Er ist für mich eine große Künstlerpersönlichkeit“, sagt Stefan Brandtmayr, Linzer Bühnenbildner über Helmuth Gsöllpointner. Und: „Er bot uns immer eine große Reibungsfläche!“, sagt er über seinen einstigen Professor, der viele Jahre die „Meisterklasse für Metall“ an der Linzer Kunstunigeleitet hat. Von allen „Xö“ genannt, gründete Gsöllpointner seine erste Abteilung für Metallplastik 1955 in den Lehrwerkstätten der Voestalpine, daraus erwuchs ab 1973 die legendäre Meisterklasse. Er war aber nie „nur Professor“, sondern bis heute verlor er nie das eigene Schaffen aus den Augen. Er ist Vollblutdesigner, der seine Werke aber völlig der „funktionslosen“, dennoch sinnstiftenden Kunst verschrieben hat.

  • „Er bot uns immer Reibung“, sagt Stefan Brandtmayr, Linzer Bühnenbildner und ehemaliger Student in der Meisterklasse Metall.
    „Er bot uns immer Reibung“, sagt Stefan Brandtmayr, Linzer Bühnenbildner und ehemaliger Student in der Meisterklasse Metall.

Die erwähnte „Künstlerpersönlichkeit“ lässt Xö bis heute spüren und auch den Meister, der seine Studenten immer gefördert hat.

Nun ist in der Landesgalerie die Ausstellung „Metall und mehr“ bis 1. März aufgebaut, Xö stellt selbst nur eine seiner großen, mehrteiligenPlastiken an den Rand. Die große Spielwiese überlässt er 50 Absolventen seiner Klasse, darunter sind Werke von Waltrud Viehböck, Kristian Fenzl oder Peter Sommerauer. Den international beachteten Aktivitäten Gsöllpointners - wie „Netz Europa“, „Forum Metall“ - widmet sich die Splace-Galerie am Hauptplatz mitder Schau „Ausstellungsmacher“.

Als Solokünstler, der sich übrigens gar nichts von Ruhestand anmerken lässt, ist er in der Galerie Maerz und auch im Aktionsraum in Urfahr präsent.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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