19.01.2020 08:57

Drama in Tschechien

Mindestens acht Tote bei Brand in Pflegeheim

Bei einem Brand in einem Pflegeheim für Menschen mit Behinderungen (nicht, wie zunächst gemeldet, in einem Altersheim) in Tschechien an der Grenze zu Deutschland sind Sonntagfrüh mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Rund zwei Dutzend weitere Personen seien verletzt worden, vier von ihnen schwer, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Viele Bewohner des Hauses mit dem Namen „Kavkaz“ (Kaukasus) erlitten Rauchgasvergiftungen.

Das Feuer sei am frühen Morgen aus noch ungeklärter Ursache in dem Altersheim in der Kleinstadt Vejprty (Weipert) ausgebrochen. Der Ort liegt im Nordwesten Tschechiens und grenzt unmittelbar an die sächsische Gemeinde Bärenstein im Erzgebirge. Die erste Meldung über den Brand sei kurz vor 5 Uhr in der Einsatzzentrale eingegangen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Flammen wurden im Laufe des Vormittags gelöscht.

Feuer brach in Gemeinschaftsraum aus
Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Rauchmelder seien nur auf den Toiletten installiert gewesen, weil Bewohner dorthin zum Rauchen gegangen seien, sagte die Bürgermeisterin der Kleinstadt, Jitka Gavdunova, auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Das Feuer brach indes in einem Gemeinschaftsraum aus. Gesetzlich vorgeschrieben sind Rauchmelder in Tschechien in Wohngebäuden nur für Neubauten.

Die Einsatzkräfte riefen einen Großalarm aus. Am Unglücksort trafen den Angaben zufolge sieben Rettungswagen ein, darunter auch zwei aus Deutschland. Ein Hubschrauber konnte aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen nicht starten.

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