22.11.2019 13:50

Poker um Kulturmekka

Ofen aus in der Rauchmühle?

Büro-Loft statt Kulturtempel? Sechs Monate nach dem Abgang der Stadt im Kauf-Drama rund um Teile des Rauchmühlen-Areals in Salzburg-Lehen scheint auch eine Mietvariante unwahrscheinlich. „Preislich problematisch“, sagt Bürgermeister Harald Preuner. Die Projektfirma Prisma denkt laut über Büros nach

Erstens kommt es anderes, zweitens als man denkt: Gut sechs Monate nachdem Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) das Prestige-Projekt „Offenes Kreativzentrum“ auf dem Areal der Rauchmühle in Salzburg-Lehen wegen der extremen Kostensteigerung gestoppt hat, scheint auch eine Mietvariante unwahrscheinlich!

Statt der hippen Start-ups, freien Kulturszene oder des Bachchores könnte 2021 schon jemand anderes einziehen: „Wir planen das alte Mühlhaus, die Silos und die Ceconi-Villa als Büroraum für die Kreativ-Wirtschaft und junge Start-ups aus der Szene. Der ehemalige Industriestandort bietet sich an“, sagt Jakob Bonomo von der Firma Prisma, die das Projekt betreibt. Die neuen Pläne haben die Vorarlberger bereits dem Gestaltungsbeirat vorlegt. Möglicher Baustart: Anfang 2020.

Außer: Die Stadt kommt doch noch an Bord. Ganz aufgeben will der für Kultur zuständige Stadt-Vize Bernhard Auinger (SPÖ) nicht: „Die Familie Rauch und die Prisma sind von einer Mietvariante begeistert. Wir legen bald den Amtsbericht für die Mietvariante im Kulturausschuss vor.“

Ob er dafür eine politische Mehrheit bekommt, ist fraglich. Bürgermeister Preuner meint dazu: „Preislich und auch vergaberechtlich ist das Mietvorhaben problematisch.“ Also kein Platz für die Kultur? „Wir haben ein Angebot für ein Miet-Objekt in der Bachstraße in Gnigl bekommen, das werden wir uns ansehen“, so Preuner.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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