Das freie Wort

Wohin mit dem zu knappen EU-Geld?

Die Brüsseler Spitzen hatten schon einmal die Idee, allen 18-Jährigen (30.000) in der E(ntmündigungs) U(nion) zum Geburtstag ein Interrailticket zu kaufen (vom Steuergeld der Nettozahler!), damit sie die EU-Mitgliedsländer „kennenlernen“ können. Davon sind sie dann wieder abgekommen. Jetzt aber steht diese Schnapsidee wieder auf der Agenda. Halt, Ihr Falschgesteuerten! Blickt zurück in die Fünfzigerjahre. Ihr findet viel, was wir damals alles falsch gemacht haben sollen. Aber erinnert Euch bitte auch an die vielen Jugendlichen, die nach dem Krieg zur Arbeit und zum gleichzeitigen Fremdsprachen-Vertiefen ins europäische Ausland (Au pair) gegangen sind. Das Reisegeld streckten uns die Eltern vor. Kein Politiker wäre damals auf diesen Wahnsinn der EU-Bonzen verfallen! Wir gingen jeweils für ein Jahr nach England, Belgien und Italien. Die Ernsthafteren unter uns schickten den Eltern das Reisegeld zitzerlweise vom kargen Verdienst in Auslandswährung im Briefumschlag heim. Wir haben damals Europa besser kennengelernt, als es Railticketinhaber in Jugendherbergen unter ihresgleichen je erfahren können. Die meisten von uns denken gerne an diese wertvolle Erfahrung zurück. Aber natürlich waren wir keine verzärtelten Zeitgenossen, denen man alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumte, wie es heutzutage mit den Jungen geschieht.

Maria Klingler, Kirchdorf in Tirol
Erschienen am Do, 24.5.2018

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