Das freie Wort

Die EU weiß wie immer nicht, was sie tun soll

Im Nahen Osten ist es wieder so weit. Seit Montag ist über Anordnung von Trump die amerikanische Botschaft in Jerusalem. Die palästinensische Bevölkerung wird künftig mit massiven Protesten und Aufständen reagieren. Das Verhältnis Iran und Israel wird sich noch mehr verschlechtern, und eine direkte militärische Konfrontation ist nach jetzigem Stand der Dinge sowieso nur mehr eine Frage der Zeit. Dem ist nicht genug. Kürzlich hat der US-Präsident auch das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und nötigt Europa, sprich die EU, alle Handelsbeziehungen mit dem Mullah-Staat abzubrechen, ansonsten soll es mit und für Europa massive Handelsbeschränkungen geben. Und die EU weiß wie immer nicht, was sie tun soll. Eine Annäherung an China und Russland oder sich wirtschaftlich das Wasser abgraben lassen? Wie schon die Sanktionen gegen Russland vor einigen Jahren nach der Krim-Okkupation gezeigt haben, hat sich die Union wegen Merkel und Hollande selber sehr geschadet. Die nächste Zukunft wird weltpolitisch spannend werden. Hoffentlich besinnt sich Europa, dass es sich selbst am nächsten ist. Den USA Paroli zu bieten, ist längst überfällig.

Eduard Fitzka, per E-Mail
Erschienen am Do, 17.5.2018

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