Medizin:

10.01.2018 14:59

Politstreit um den Landarzt

Förderung, noch bessere Ausbildung und eine "Landarzt-Garantie": Das ist die Rezeptur, mit der die Volkspartei die Gesundheitsversorgung für alle Niederösterreicher sichern will. Die anderen Fraktionen haben die Pläne eingehend untersucht - und sind bei der Diagnose der Situation durchaus unterschiedlicher Meinung.

Wo eine Kassenstelle für einen niedergelassenen Mediziner nicht besetzt werden kann, springt ein Arzt der Landeskliniken ein. Für praktische Ärzte, die sich neu ansiedeln, gibt es Einstiegsprämien bis zu 50.000 Euro und Hilfe bei schwierigen Einsätzen durch Rettungsorganisationen. Dieses Sofortpaket stellte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leiter jetzt vor.

 Die Sozialdemokraten kritisieren dabei vor allem die Abschaffung der Gemeindeärzte im Jahr 2000. Damals hat die SP aber mit der VP für dieses Vorhaben gestimmt. "Seither sind viele Jahre vergangen. Man kann auch g‘scheiter werden", heißt es aus der roten Parteizentrale.

FP-Gesundheitssprecher Martin Huber: "Erfreulich, dass die VP endlich die bevorstehende katastrophale Versorgungssituation unserer Landsleute erkannt hat. Jetzt genügen aber keine Show-Placebos, es muss einen grundsätzlichen Wandel geben."

Die Grünen wollen die Pläne prüfen. Sprecherin Helga Krismer: "Was hinter Schlagwörtern wie ,Facharzt für Allgemeinmedizin prüfen‘, ,Landärzte-Förderung‘ und ,mehr Kassenärzte‘ steckt, ist ausschlaggebend. Eine Förderung alleine reicht nicht. Man muss den Medizinern auch sonst bessere Rahmenbedingungen bieten."

Lukas Lusetzky & Josef Poyer, Kronen Zeitung

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