Stange hoch

Meine Nacht mit den sexy Go-go-Girls

Sie sind Tänzerinnen und keine Prostituierten. Sie arbeiten dort, wo andere Party machen. Sie verdienen an einem Wochenende locker ein paar Hunderter, aber verglichen mit Stripperinnen einen Pappenstiel. City hat eine Nacht mit professionellen Go-go-Girls verbracht.

Mit Ausziehen haben sie kein Problem, splitternackt laufen sie in der engen Garderobe herum und nippen an ihrem Vodka-Bull. Agenturchefin "Mami" Stella von Sidney (32) tanzt nicht nur selber an der Stange, sondern wacht auch streng über den Zeitplan: "Noch sechs Minuten bis zu ersten Performance." Die jungen Mädels tingeln jedes Wochenende quer durch Österreich, an diesem Abend wurden sie von der Disco P2 in Kemeten gebucht: Drei Auftritte zu je 15 Minuten an der Stange, dreimal je 15 Minuten am Podest.

Aufwärmen ist Pflicht, die Oberschenkel und der Bauch werden mit Wachs eingecremt und die Outfits je nach Lust und Laune ausgewählt - Polizistin, Krankenschwester, Matrose – Hauptsache sexy. "Ich habe kein Problem damit, mich nackt zu zeigen", spricht die 20-jährige Newcomerin Gina Hardcore. "Beim Fortgehen bin ich angesprochen worden und habe ganz spontan ja zum Go-go-Job gesagt." Weniger spontan sieht es meist die Familie, entweder wird das Thema Go-go zu Hause totgeschwiegen oder sie wissen erst gar nicht davon: "Meine Eltern sind strenggläubig, das würde gar nicht gehen", war zu erfahren. "Ich bin zwar Single, aber mein Freund müsste meinen Job akzeptieren, weil Go-go nicht Porno ist." Andersrum ist Gina Hardcore weniger tolerant: "Mein Freund ein Go-go-Boy? Nein, dafür wäre ich viel zu eifersüchtig."

Je mehr Alkohol, desto weniger Hemmungen
Zu späterer Stunde ist das Angrapschen nach den Auftritten mehr die Regel, als die Ausnahme: "Wenn du auf der Bühne stehst, musst du funktionieren, lachen, gut ausschauen, deine Performance abliefern. Aber das ist alles nur Show und nicht eine Einladung zum Vögeln!" Härter geht es laut Stella von Sidney bei den Striptease-Jobs zu: "Strippen für die 70-jährigen ist oft eine Katastrophe, die denken sich jetzt oder nie." Jede Tänzerin hat ihr eigenes Rezept mit billigen Anmachen umzugehen: "Erst gibt's ein paar auf die Finger und wenn's einer gar nicht verstehen will, dann hol' ich ihn rauf auf die Bühne und er kriegt eine drüber mit dem Gürtel", lacht Magic Danielle (28).

Nach der letzten Performance geht dann alles ruck-zuck: Runter vom Podest, umziehen, ab ins Auto und entweder nach Hause oder zum nächsten Auftritt: "Wir machen unseren Job und sind heilfroh, wenn wir danach rasch ins Bett kommen."

cgi

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