Nach Platzhirsch

Immer mehr Wiener Clubs setzen auf Crowdfunding

Aufgrund des Coronavirus wird es bis vorerst Ende August keine größeren Veranstaltungen geben, auch die Clubs der Stadt haben nach wie vor geschlossen. Viele von ihnen fürchten um ihre Existenz. Aus diesem Grund setzen immer mehr auf Crowdfunding, um die trotz Schließung anfallenden Kosten zu stemmen. Nach dem Platzhirsch nun auch der Viper Room und das Werk. 

Die Clubs der Stadt sind seit Wochen geschlossen, Mitarbeiter wurden entlassen oder in Kurzarbeit geschickt. Viele Veranstaltungsorte kämpfen um ihren Fortbestand. Ein paar von ihnen hoffen, zumindest einen Teil der trotz Schließung anfallenden Kosten mittels Crowndfunding zu finanzieren. 

Spenden, um Teil der Fixkosten zu decken

Wie etwa der Viper Room (3., Landstraßer Hauptstraße 38). Der Club ist wegen seiner 13-jährigen Geschichte zu einem wichtigen Bestandteil der Wiener Clubszene und zu einer der wichtigsten Live-Locations in der Stadt geworden. Seit dem letzten Konzert am 10. März hat er nun jedoch geschlossen und es werden keinerlei Einnahmen mehr erzielt. Um durch die Krise zu kommen und zumindest einen Teil der Fixkosten zu decken, hoffen die Besitzer auf eine Beteiligung der Community. Aus diesem Grund wurde auf startnext.com eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Die Anteilnahme ist groß, bereits binnen weniger Tage wurde mehr als die Hälfte des erhoffen Fundingziels erreicht.

Freier Eintritt ein Leben lang

Auch im Das Werk (9., Spittelauer Lände 12) ist momentan alles still. Hier hofft man ebenso auf Crowdfunding als Chance. „Die Krise hat uns am 10. März gezwungen, den Clubbetrieb komplett einzustellen. Jetzt sind wir buchstäblich am Arsch! Bitte helft uns dabei, auch diese Krise zu bewältigen“, so der Aufruf der Veranstalter auf der Fundraising-Plattform startnext.com. Unter dem Motto „Spendier dem WERK ein Bier“ hofft man auf finanzielle Unterstützung der Fans. Der Finanzierungszeitraum läuft noch bis 24. Juni. Wer nicht nur einen individuellen kleinen Betrag beitragen möchte, kann auf der Crowdfunding-Plattform auch die „die WERKlang Card“ um 999 Euro ergattern. Diese ist auf 30 Stück limitiert und ermöglicht freien Zugang zu allen Veranstaltungen im Werk, ein Leben lang.

Tolle Goodies als Dankeschön

Bereits seit einigen Wochen ist der Szene-Club Platzhirsch (1., Opernring 11) mit seiner Crowdfunding-Aktion aktiv, City4U berichtete. Auch hier werden Spenden für das Fortbestehen der Location gesammelt. „Jeder Beitrag hilft, unsere Platzhirsch-Familie am Laufen zu halten, und wir werden es euch doppelt danken!“, so der Club. Im Gegensatz zu den anderen Locations bekommt man hier für jede Spende ein Goodie als Dankeschön. Abhängig von der Höhe des Betrages gibt es im Gegenzug Gutscheine bis hin zu privaten Partys im Club-Bereich. Noch bis 18. Mai kann man sich beteiligen. 

Mai 2020

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Julia Ichner
Julia Ichner
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