Fit bleiben, Gutes tun

Diese Menschen inspirieren, nicht aufzugeben

Weder schwere Krankheiten, Schicksalsschläge oder hohes Alter kann diese vier Menschen davon abhalten, fit zu bleiben und dabei Gutes zu tun: So wie eine Britin, die etwa 2400 Kilometer an der heimischen Rudermaschine zurückgelegt hat, ein Ex-Häftling, der die besten Fitnesstipps auf engem Raum präsentiert, ein gelähmter Mann, der auf den Stufen seines Hauses das Equivalent des Weges auf den Mount Everest zurückgelegt hat oder ein 100-jähriger Brite, der mit seinem Rollator und unbändigen Willen 27 Millionen Pfund für das nationale Gesundheitsservice gesammelt hat.

Zur Zeit wird viel gekocht, gerne gegessen und sich weniger bewegt. Dass bringt nicht nur mehr Kilos auf die Hüften, sondern macht auch träge. Deswegen sollte man versuchen, auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und der massiven Reduktion an derzeit legalen Sportarten, fit zu bleiben. City4U hat vier Personen herausgesucht, die als Inspiration dienen, jedoch nicht nur für Sport:

100-Jähriger wird zum Nationalhelden

Captain Tom ist 100 Jahre alt. Der Senior hat viel erlebt, ist aber trotz seines hohen Alters kein bisschen müde oder gar träge. Da Großbritannien besonders hart von der Corona-Krise getroffen wurde, entschloss sich Captain Tom zu helfen und spenden für den nationalen Gesundheitsdienst (NHS) zu sammeln. Dieser stand schon lange vor Corona in den roten Zahlen. Der rüstige Mann schnappte sich also einige Tage vor seinem 100. Geburtstag seinen Rollator und verkündete, 100 Längen in seinem Garten zurückzulegen. Seine Tochter startete eine GoFundMe-Seite um darüber zu berichten und Menschen zum Spenden zu animieren. Damit trafen sie einen Nerv. Innerhalb kürzester Zeit spendeten die Briten für Toms Mühe mehr als 27 Millionen Pfund (etwa 30 Millionen Euro). Dadurch wurde der Senior zum Helden im Kampf gegen Corona. Mittlerweile gibt es sogar eine Petition, den sportlichen Herren zum Ritter schlagen zu lassen.

Tetraplegiker besteigt Mount Everest zu Hause

Der ehemalige Rugbyspieler Ed Jackson ist in allen vier Gliedmaßen gelähmt. Nachdem er in einem Schwimmbad auf den Kopf fiel und sich mehrere Wirbeln brach, teilten ihm die Ärzte mit, dass er wohl nie mehr gehen können würde. Doch Jackson belehrte sie eines Besseren. Bereits nach einem Jahr bestieg er seinen ersten Berg. Der 31-Jährige hofft, eines Tages der erste Tetraplegiker zu sein, der den Mount Everest bezwingt. Bis es so weit ist, besteigt er die 8848 Meter auf den Stiegen seines Elternhauses. Die Simulation des Aufstiegs bedeutet, dass er in vier Tagen 89.056 Stufen steigt, also 2.783 Mal auf und ab. Dabei wird er acht Stunden täglich auf den Treppen zugange sein. Jackson begann seine Herausforderung am Dienstagmorgen und hofft, am Freitagabend fertig zu sein. Nach Vorbild von Captain Tom sammelt auch der 31-Jährige Spenden für den NHS.

Morbus Crohn hält diese Frau nicht auf

Die derzeitige Situation ist für alle schwierig. Besonders betroffen sind jedoch Menschen mit schweren oder chronischen Erkrankungen. Nicole Turrel leidet an Morbus Crohn, eine schmerzhafte Darmerkrankung. Da sie zu den Risikogruppen Covid-19 betreffend gehört, musste sie sich auf Anraten ihrer Ärzte zuhause isolieren. Diese Zeit wollte sie jedoch dafür nutzen, anderen Betroffenen dieser tückischen Erkrankung zu helfen. Also beschloss sie mit ihrem Ehemann auf ihrer Rudermaschine die Distanz zwischen London und Helsinki zurückzulegen, etwa 2400 Kilometer. Turrel rechnet damit, dass das Abenteuer etwa zehn Wochen in Anspruch nehmen wird. Durch ihre Bemühungen möchte die Britin Geld für das Londoner King‘s College und die Morbus-Crohn-Forschung sammeln.

Vom Häftling zum Rehabilitationstrainer

LJ Flenders verbrachte 18 Monate im Gefängnis. An vielen Tagen befand er sich 23 Stunden pro Tag in Einzelhaft. Um nicht den Verstand zu verlieren, überlegte er sich Trainingsroutinen, die er auch in der beengten Zelle durchführen konnte. Nach seiner Entlassung blieb er dem Sport treu und veröffentlichte ein Buch. Dieses ist nun in zahlreichen Gefängnissen zugänglich. Außerdem engagiert er sich für die Rehabilitation von Häftlingen durch Sport. Im Moment gibt er jedoch nicht nur Gefängnisinsassen Tipps, sondern all jene, die auf beengtem Raum zu Hause in Quarantäne Sport machen wollen.

April 2020

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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