Anträge ab sofort

Hilfspaket von Land und AK Tirol für Härtefälle

Tirol
09.04.2020 15:00

Das Land Tirol hat gemeinsam mit der AK Tirol einen Fonds für besondere Härtefälle eingerichtet. Für dieses Hilfspaket stehen ab sofort 20 Millionen Euro bereit. Gedacht sind die Mittel für Menschen, die durch die Covid-Krise mit Arbeitslosigkeit oder Lohnkürzungen konfrontiert sind und für die das einen existenzbedrohenden Härtefall darstellt.

Durch die Corona-Krise und die Maßnahmen, mit denen die Ausbreitung eingedämmt werden soll, haben viele Arbeitnehmer-Familien dramatische Einkommensverluste erlitten. Hauptleidtragende sind vor allem jene von plötzlicher Arbeitslosigkeit betroffene Menschen, die es vorher schon schwer hatten und die auf keine Rücklagen oder Ersparnisse zurückgreifen können. Viele von ihnen machen sich größte Sorgen um ihre Zukunft: Wie sollen angesichts des Arbeitsplatzverlustes Miete und Betriebskosten bezahlt oder das tägliche Leben für die Familie finanziert werden? „Wir dürfen nicht auf die Nöte von Betroffenen vergessen, die ohne Arbeit dastehen, existenzbedrohende Lohnkürzungen erleiden und es sonst schon schwer hatten. Das ist ein Akt von gelebter Solidarität!“, betont AK Präsident Erwin Zangerl.

Gemeinsames Hilfspaket
Deshalb hat die AK Tirol auch vorgeschlagen, gemeinsam einen Hilfsfonds für soziale Härtefälle zu schnüren, wenn Arbeitnehmer-Familien etwa mit dem Arbeitslosen-, Kurzarbeits- oder Krankengeld alleine nicht mehr das Auslangen finden. „Dieses Hilfspaket konnten wir jetzt mit Landeshauptmann Günther Platter, Arbeitslandesrätin Beate Palfrader und Soziallandesrätin Gabriele Fischer umsetzen, um zu helfen“, begrüßt Zangerl den Regierungsbeschluss.

20 Millionen Euro stehen bereit
Mit dem Arbeitnehmer-Fonds steht ein Hilfspaket in Höhe von 20 Millionen Euro zur Verfügung, für das die AK Tirol 2 Millionen Euro aus den Mitteln ihres eigenen Unterstützungsfonds bereitstellt. Damit sollen jene Menschen finanzielle Hilfe erhalten, die durch die Corona-Krise unverschuldet die Arbeit verloren haben, bei denen das Kurzarbeits- oder das Krankengeld zu gering ist, sie dadurch in akute finanzielle Notlagen geraten sind und bei denen andere bestehende gesetzlich vorgesehene Hilfeleistungen nicht greifen.

So gehts zum Antragsformular: Wer eine Unterstützung aus dem Covid-Arbeitnehmerfonds beantragen möchte, findet die Richtlinien und ein Antragsformular unter www.tirol.gv.at oder kann alles telefonisch unter 0512/508-2592 anfordern. Der Fonds ist beim „Netzwerk Tirol“ eingerichtet. Aufgrund klarer Richtlinien sollen die Anträge rasch abgewickelt werden.

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