Nach Protesten

Amazon: Masken und Fiebermessungen für Mitarbeiter

Web
03.04.2020 07:51

Sämtliche Mitarbeiter von Amazon in den USA und Europa müssen ab kommender Woche Gesichtsmasken tragen und sich Fiebermessungen unterziehen. Der Versandhändler werde jeden Tag hunderttausende Beschäftigte mit einem kontaktlosen Thermometer scannen und jeden, der eine Temperatur von mehr als 38 Grad habe, nach Hause schicken, teilte Amazon mit. Darüber hinaus würden Kameras in den Gebäuden genutzt, um zu überwachen, ob die Angestellten während ihrer Schichten zu eng zusammen stünden.

Amazon reagierte damit auf Proteste von Mitarbeitern, die gegen mangelhaften Schutz vor Corona-Infektionen während der Arbeit demonstriert hatten. Sie forderten die Schließung und Desinfizierung des Gebäudes, nachdem ein Angestellter dort positiv auf das neuartige Virus getestet worden war. Nach den Protesten wurde deren Organisator, Christian Smalls, von Amazon entlassen. Smalls hatte im Kurzbotschaftendienst Twitter geschrieben, dass sich Tausende Amazon-Angestellte in den Gebäuden des Online-Riesen mit dem Coronavirus ansteckten.

Amazon spricht von „irreführenden“ Anschuldigungen
Amazon bezeichnete die Anschuldigungen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP als „irreführend“ und beteuerte, die Unternehmensführung habe „extreme“ Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter vor der Pandemie getroffen. Die Entlassung von Smalls begründete Amazon mit dessen Teilnahme an dem Protest in New York, obwohl sein Arbeitgeber ihn zu häuslicher Quarantäne aufgefordert hatte. Smalls hatte demnach Kontakt mit einem Infizierten und mit seiner Teilnahme andere Demonstranten gefährdet.

New Yorks Generalstaatsanwältin kündigte eine Prüfung rechtlicher Schritte an.

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