Rausch ohne Kater

Zukunft des Trinkens: Alkohol in chemischer Form

Das Portfolio des Alkohols wird sich in naher Zukunft ändern. Es geht weg von der Quantität hin zur Qualität. Das Gesundheitsbewusstsein wird immer mehr zunehmen und Alkohol wird als Genuss- statt Rauschmittel getrunken. Das Gefühl des Betrunkenseins bekommt man von chemischen Ersatzstoffen in Drinks, von denen man keinen Kater zu befürchten hat. Das hat Ian Bell, der das „Bartender‘s Manifesto“ verfasst hat, vorausgesagt.

Ian Bell, eigentlich Fitnesstrainer und Gesundheitsexperte, hat sich eine besondere Berufsgruppe, die er zu einem gesünderen Lebens- und Arbeitsstil verhelfen möchte, herausgesucht: Die Barkeeper. Bei seinem Besuch in Wien hat er in der neuen Bar in der Schönlaterngasse 4, Truth and Dare, noch vor wenigen Tagen, auf Einladung von Beam Suntory, über die Probleme dieses Berufsstand gesprochen und gleichzeitig Lösungen und die Zukunft des Alkoholkonsums präsentiert, die er gemeinsam mit Beam Suntory unter dem Titel „Bartender Life Balance with The House of Suntory“ konzipiert hat.

Der Brite kümmert sich um die Work-Life-Balance von Barkeepern, indem er weltweit Vortrage zu „Bartender Wellness“ hält. „Barkeeper leben sehr ungesund. Sie schlafen zu wenig, trinken zu viel, arbeiten zu den ungesundesten Stunden und bekommen früher oder später Probleme mit der Haltung“, beschreibt Bell. Doch warum gerade Barkeeper? Auch andere Berufsgruppen sind von diesen Punkten betroffen. „Barkeeper ist ein weites Feld, sie sind in Restaurants, Hotels, Veranstaltungen. Sie sind essentiell für ein schönes Erlebnis der Gäste und werden aber oft selbst vergessen.“

Aus diesem Grund bietet der Gesundheitscoach weltweit Workshops für Barkeeper an. Dort sollen sie lernen gesünder zu leben. „Der Barkeeper inspiriert die Gäste dazu, Alkohol zu trinken. Er wird dazu angehalten, verantwartungsvoll mit dem Ausschenken umzugehen. Doch darum, um was er selbst trinkt, kümmert sich niemand.“ Was Alkohol kurz- und langfristig mit Gehirn und Körper macht, lernen die Barmänner- und frauen in den Workshops. Wie sie sich vor der Sucht schützen ebenso, wie den richtigen Schlafrhythmus zu finden und körperlichen Problemen durch die immer gleiche Bewegung des Cocktails-Shakens vorzubeugen. Alle Punkte hat er in seinem „Barkeeper‘s Manifesto“ zusammengefasst.

Der Umgang mit Alkohol wird sich in Zukunft laut Bell sowieso ändern: „Das Portfolio des Alkohols wird sich verändern. Es geht weg von der Quantität hin zu mehr Qualität. Food-Pairing mit Cocktails wird ebenfalls zunehmen. Alkohol wird immer mehr als Genussmittel und nicht als Rauschmittel angesehen. Man trinkt weniger, kauft dafür aber teureren Alkohol.“ Dass das Betrunkensein ganz verschwinden wird, glaubt Bell nicht. Jedoch kommen dann chemische Supplements zum Zug. „Chemische Substanzen in Drinkform, die auf das Gehirn genauso wie Alkohol wirken. So kommt man auch in einen Rauschzustand. Jedoch ist diese Form nicht schädlich und am nächsten Tag hat man auch keinen Kater.“

Beam Suntory wird sich dem Thema Bartender Life Balance auch in Zukunft widmen, so Senior Brand Manager Karin Szerencsits von Beam Suntory, die die Workshop Reihe konzipiert hat. "Es ist uns ein großes Anliegen, dass wir auf diesem Weg als Unternehmen etwas an die Top-Gastronomen und Bartender zurückgeben, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir möchten uns in dem Bereich weiter engagieren und überlegen, wie wir beispielsweise mit einer regelmäßigen Yoga-Class oder auch anderen Workshop-Formaten unsere Bartender unterstützen können, in ihrem oft stressigen und herausfordernden Job, in dem sie alles geben, kreativ, leidenschaftlich und fit zu bleiben."

März 2020

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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