Von wegen Raubkatze

Russisches Paar lebt mit Puma als Hauskatze

Katzen sind das beliebteste Haustier in Österreich. 1,3 Millionen Schmusetiger machen es sich hierzulande mit ihren Frauchen und Herrchen am Sofa bequem. Jeder Katzenbesitzer weiß, dass die Vierbeiner zwar nicht so folgsam wie Hunde sind, dafür umso kuschelbedürftiger. An letzteres dachte sicherlich auch ein russisches Paar, das einen Puma adoptierte. Mit dem Raubtier namens Messi leben sie nun bereits seit vier Jahren in einer Wohnung zusammen, nachdem sie es aus einem Streichelzoo holten. Auf Instagram hat die ungewöhnliche Familie 1,3 Millionen Abonennten.

Denkt man an einen Puma, hat man womöglich nicht als erstes kuschelige Stunden auf der Couch, Federnspiele und Staubsauger-Jagden vor den Augen - eben die Dinge, die man mit Hauskatzen verbindet. Bei dem russischen Paar Aleksandr und Mariya Dmitriev war das jedoch anders, als sie 2015 in einem Zoo dort durch Zufall einen Puma entdeckten. Dieser war viel schwächer und kleiner als seine Artgenossen. Die beiden verliebten sich aber trotzdem oder deshalb sofort in den kleinen Außenseiter und fragten doch tatsächlich beim Zoo nach, ob sie das Raubtier mitnehmen dürften. 

Der Zoobetreiber sagte wider Erwarten ja. Die Mitarbeiter waren mit der Betreuung des Tieres nämlich schlichtweg überfordert. Messi wurde in einem russischen Zoo geboren, mit drei Monaten wurde er viel zu früh von der Mutter getrennt und im Streichelzoo abgegeben. Der Puma wäre in der freien Wildbahn nicht überlebensfähig gewesen, denn er war von Geburt an klein, schwach und kränklich.

Nachdem das russische Paar also die Zusage des Zoobetreibers bezüglich der Adoption von Messi erhielten, bauten sie eine Woche lang ihr Haus Puma-gerecht um - so weit das eben möglich war. Dies ist nun vier Jahre her und seitdem leben die drei glücklich unter einem Dach. Messi liebt es zum Beispiel mit Augenmaske ein Mittagsschläfchen zu machen, dem Staubsauger hinterher zu jagen und genießt ausgiebige Streicheleinheiten. Eben fast wie jede andere Raub-, äh Hauskatze auch.

Wie es sich für einen modernen Vierbeiner im Jahr 2020 gehört, hat natürlich auch Messi einen eigenen Instagram-Account. Dieser ist erwartungsgemäß äußerst erfolgreich. 1,3 Millionen Abonennten erfreuen sich an Bildern aus Messis nicht ganz so normalen Alltag. 


Ob die Haltung des Pumas aber auch wirklich artgerecht ist, sollte man bezweifeln. Ebenso darf man nicht vergessen, dass das Zusammenleben mit einer Raubkatze eines Tages noch sehr gefährlich werden kann.

Jänner 2020

Was meint ihr dazu? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Viktoria Graf
Viktoria Graf
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mehr
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.