Außergewöhnlicher Job

Entwickler von Kriminalfällen für Rätselfans

Florian Pertlik hat seine Liebe zu Krimis und Rätsel zum Beruf gemacht und ist mit 28 Jahren bereits selbstständig erfolgreich. Mit seiner Firma „Live:Krimi“ bietet er sozusagen eine Erweiterung der beliebten Escape-Room-Spiele an. Der Wiener entwickelt verschiedene Missionen und Kriminalfälle, die es dann von den Spielern zu lösen gibt. Dabei führt es die Gruppen an verschiedene Orte durch ganz Wien. City4U hat mit ihm über seinen außergewöhnlichen Job gesprochen. 

„Ich habe vor etwa sechs Jahren das erste Mal von sogenannten Room-Escape-Spielen erfahren und selbst eines ausprobiert. Es hat großen Spaß gemacht und ich hatte sofort das Gefühl, dass sich das Konzept erweitern lässt. Auch bei Live:Krimi-Missionen geht es darum, in einem bestimmten Zeitraum verschiedene Aufgaben zu lösen - unsere Spieler sind dabei aber nicht an einen bestimmten Ort gebunden, was eine deutlich größere Anzahl an Spielvarianten ermöglicht. So gibt es Missionen in der Innenstadt, einen Fall im Wiener Prater und einen Krimi im Naturhistorischen Museum“, erzählt Florian Pertlik im City4U-Interview.

#Mit offenen Augen durchs Leben
Die Idee zu den Missionen, die Geschichten, die Routen, die einzelnen Rätsel - das alles stammt von Pertlik. „Viele Ideen stammen aus verschiedenen Krimi-Serien, Krimi-Büchern oder Filmen. Ich gehe auch in der Freizeit bewusst mit sehr offenen Augen durchs Leben und versuche mir jede Kleinigkeit, die sich - in welcher Form auch immer - als Teil einer neuen Mission anbieten würde, zu merken.“ Erst in den letzten Wochen sind zwei neue Missionen entstanden. War er anfangs noch als Ein-Mann-Unternehmen bei jeder Tour persönlich dabei, ist das dank der steigenden Kundenzahlen nicht mehr möglich. „Seit Mitte diesen Jahres können alle Teams ihre Missionen selbstständig starten. Möglich wird das durch eine für das Smartphone entwickelte Webseite, welche alle Funktionen beinhaltet, um die verschiedenen Kriminalfälle lösen zu können.“

#Zu leicht oder zu schwer
Eine der Herausforderungen, die Pertlik vor allem am Anfang begegnete, war das Maß des richtigen Schwierigkeitsgrades der Missionen und Rätsel: „Am Anfang war es sehr schwierig bei den verschiedenen Rätseln einen Mittelweg zu finden, der dem Großteil der Spieler gerecht wird. Die Schwierigkeit dabei ist, dass es sehr unterschiedliche Spieler und damit auch sehr unterschiedliche Teams gibt. Sind die Aufgaben zu leicht, haben die Teams zwar ein Erfolgserlebnis, fühlen sich gleichzeitig aber eventuell unterfordert. Sind die Aufgaben zu schwer, ist die Gefahr groß, dass irgendwann der Spaß am Spiel verloren geht.“

#City4U hat Live:Krimi getestet
Dadurch, dass inmitten der Passanten und in öffentlichen Räumen gespielt wird, darf auch nie das Überraschungsmoment vergessen werden, das durchaus für Verwirrung, aber auch für sehr viel Spaß, bei den Teams sorgen kann: „Bei einer Mission in der Innenstadt geht es an einem bestimmten Ort darum etwas auffällig Rotes zu finden. Vor etwa zwei Jahren habe ich eine Gruppe betreut, der an genau diesem Ort zufällig eine Dame in einem knallroten Mantel über den Weg gelaufen ist. Sie haben mir am Ende erzählt, dass sie die Frau für den Hinweis gehalten haben und ihr rund 30 Minuten quer durch den ersten Bezirk gefolgt sind“, lacht der 28-Jährige. Auch City4U hat bereits vor zwei Jahren bei einer Mission von „Live:Krimi“ im naturhistorischen Museum mitgespielt.

Die beruflichen Ziele für die Zukunft sind auch schon gesteckt: „Ich arbeite momentan daran, dass die Missionen in Zukunft nicht nur in Wien sondern auch in anderen Städten gespielt werden können.“

Oktober 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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