„Rich Girl Face“

Immer mehr Jugendliche wollen Gesicht umoperieren

Reich und schön (durch plastische Chirurgie) zu sein, reicht in der Welt der sozialen Medien schon aus, um für Millionen von Jugendlichen ein Vorbild darzustellen. Früher musste man zumindest noch singen können, heute ist es genug, wenn man seinen ausschweifenden, aber gerade deshalb banalen - Shopping, Styling, Traveling - Lebensstil zur Schau stellt. Die Mädchen wollen nicht nur sein wie ihre Idole, sondern vor allem auch so aussehen. Das hat jetzt einen Namen: „Rich Girl Face“. City4U hat bei der privaten Wiener Beauty-Klinik Kuzbari nachgefragt, ob dieser traurige Trend auch schon nach Wien gefunden hat.

Vor ihren unzähligen Schönheitsoperationen hat Kylie Jenner komplett anders ausgesehen. Vergleicht man ihre jetzigen Fotos mit jenen vor einigen Jahren, glaubt man, zwei verschiedene Personen zu sehen. An Gesicht und Körper herumschnippeln zu lassen, gehört in der Familie Kardashian dazu wie für „Nornalsterbliche“ der Gang in den Supermarkt. Nach unzähligen OPs hat sie nun das, um das sie unzählige Frauen weltweit beneiden: Das „Rich Girl Face“. Glatte Haut, ein gemeißeltes Kiefer, bienenstichige, volle Lippen und hochgezogene Augenbrauen. Natürlichkeit ist nicht mehr gefragt.

Der britische Chirurg Dr. Kirk Kremer erzählte der Sun: „Mehr junge Leute kommen zu mir und fragen nach einem bestimmten Aussehen. Das Durchschnittsalter ist auf 18, 19 oder 20 Jahre gesunken. Lippen aufspritzen, Botox injizieren. Was früher Frauen ab 30 oder 40 Jahren gemacht haben, machen jetzt schon die 18-Jährigen.“ City4U hat im Wiener Kuzbari Zentrum für ästhetische Medizin nachgefragt, ob dieser Trend auch in Wien zu erkennen ist.

In der privaten Wiener Schönheitsklinik werden zwar keine Jugendlichen behandelt, weder mit Injektionen und Unterspritzungen, noch werden sie operiert. Die Zahl der jungen Erwachsenen, die für eine Gesichtsbehandlung in die Klinik kommen, steigt aber zunehmend. „Bei diesen Patientinnen geht es natürlich weniger um die Behandlung von Alterserscheinungen, sondern mehr um die Verbesserung kleiner Makel oder von Regionen, deren Betonung als attraktiv gilt“, beschreibt der plastische Chirurg Dr. Christoph Grill im City4U-Talk

„Es kommt häufiger vor, dass Patientinnen anhand von Instagram-Bildern oder Bildern von Celebrities erklären, was ihnen gefällt und was nicht. In der Regel handelt es sich dabei aber um Dinge, die generell als attraktiv oder jugendlich gelten“, so der Arzt. „Dass Patientinnen eine Art Transformation ihres Gesichts wünschen, um wie ihre Vorbilder auszusehen, kommt jedoch zumindest bei meinen Patientinnen praktisch nicht vor.“

November 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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