Radikaler Prank

Blogger isst Baby-Delfin gegen illegalen Fischfang

Vielen Instagram-Nutzern drehte sich der Magen um, als Influencer „Inscope21“ auf seinem Social-Media-Kanal vor wenigen Tagen einen vermeintlichen Baby-Delfin verspeiste. Kurze Zeit später erntete er dafür - wenig überraschend - einen Mega-Shitstorm im Netz. Nun stellt sich heraus: Das Tier war aus Silikon und die Aktion nur ein Fake. „Inscope 21“ wollte damit auf bewussteren Lebensmittelkonsum aufmerksam machen. In einem weiteren Video erklärte er jetzt den Hintergrund für sein „Dinner“. 

Influencer „Inscope 21“ sorgte in den letzten Tagen für Aufsehen, zeigte er sich doch einen Baby-Delfin essend auf seinem Instagram-Kanal. „Wir haben uns einen Supai-Baby-Delfin sponsern lassen von einer Firma, die sich darauf spezialisiert hat, solche Fische zu fangen. Der ist extrem selten. Ich hab so was noch nie gegessen und bin auf jeden Fall gespannt, wie sowas schmeckt“, so das Statement in seiner Story. Der Shitstorm ließ nicht lange auf sich warten. Es folgten zahlreiche Anfeindungen und unzählige Hass-Kommentare. Tausende Nutzer auf Twitter und Instagram zeigten sich schockiert. 

Ekelhafte Aktion nur Fake, Baby-Delfin nicht echt
Nun hat er ein neues Video online gestellt, indem er darüber aufklärt, dass es sich um eine Attrappe aus dem 3-D-Drucker handelte. „Welcher Idiot würde so was machen?“, fragt er dabei in die Kamera. Mit der Aktion wollte er auf die Überfischung der Ozeane sowie die Unmengen an Beifang sowie illegalem Fischfang aufmerksam machen und sich für die Bewegungen „followfish“ und „followfood“ stark machen, die sich für nachhaltige Landwirtschaft und Fischerei einsetzen. „Jeder von euch hat mir gestern Abend eine schöne Beleidigung geschrieben. Was ich auch gut finde“, so sein Resümee.

Jürg Knoll, Gründer von Followfood, sagte dazu: „Der Shitstorm hat gezeigt, wie schnell wir wütend werden, wenn wir dabei zuschauen, wie ein seltener Delphin gegessen wird. Dabei trägt jeder von uns dazu bei, dass immer mehr Arten in den Ozeanen aussterben - wenn wir Fisch kaufen, der aus nicht nachhaltigen oder unbekannten Quellen kommt.“

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Message zu der Aktion genauso schnell verbreitet wie das ursprüngliche Video. Die aktuellen Zahlen sprechen dafür: Auf YouTube hat das Video bereits mehr als eine Milllion Aufrufe.

Oktober 2019

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Julia Ichner
Julia Ichner
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