Umfrage am Wahltag
Türkis-Blau? „So etwas darf nicht wiederkommen“
Endspurt: Nur wenige Stunden vor dem Schließen der letzten Wahllokale hat sich krone.at in mehreren Bezirken in Wien umgehört. Wie ist die Stimmung? Gibt es noch Vertrauen? Was hat die Menschen wirklich bewegt?
Zwischen Hoffnung und Verzweiflung, so könnte man den Gemütszustand vieler nach vier Monaten Wahlkampf beschreiben. Eines zeigen die Wortspenden der Wiener ganz klar: Es war ein aufbrausender Wahlkampf. „Am Oasch gehen s‘ mir alle“, lautet der erste Sager eines Herrn, der aus Protest gar nicht wählen war. Es geht auch optimistischer: „Alle Kleinparteien sollen den Einzug schaffen. Das belebt das Parlament und sorgt für ein bisschen Wettbewerb.“ Unwahrscheinlicher Ausgang für eine befragte Dame: „Weil der Kurz zu mächtig ist. Der wird sicher einiges wieder tun und gewinnen, dass die anderen verlieren.“
Es ist bereits Nachmittag, aber noch war nicht jeder wählen: „Ich geh‘ noch“, versichert ein Passant krone.at. „Ich war nicht wählen“, sagt eine 91-jährige Pensionistin: „Wenn’s nach mir ginge, bräuchten wir gar keine Wahl.“ Eine erneute türkis-blaue Zusammenarbeit darf „nicht wiederkommen“, so eine andere ältere Dame. Heinz-Christian Strache als ewige Zielscheibe kommt nicht bei jedem an: „Er hat was gemacht, was nicht in Ordnung war, was die Regierung zu Fall gebracht hat. Aber das hunderttausend Mal aufwärmen und überall etwas Schlechtes sehen, damit bin ich nicht einverstanden“, bringt es ein Gerechtigkeitsfanatiker auf den Punkt.
Hat der Wahlkampf bewegt? Ein Herr merkt an: „Vor jeder Wahl wird irgendwas aufgedeckt. Einmal von der einen Partei, dann von der anderen. Aber das ist alles gewollt.“ Und wer hat mit seinem bzw. ihrem Wahlkampf letztendlich punkten können? „Alle haben ihr Bestes gegeben. Ich bleibe neutral und sag: Es steht zwischen den Parteien unentschieden“, so ein junger Mann.
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