„Too Good To Go“

Neue App gegen Lebensmittelverschwendung startet

Jährlich landen 577.000 Tonnen noch genießbare Lebensmittel im Müll. Das sind 19 Kilogramm oder 300 Euro pro Person und Jahr. Diese Verschwendung schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch den Unternehmen. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2015 die App „Too Good To Go“ in Dänemark gegründet. Europas größte App gegen Lebensmittelverschwendung ermöglicht es Betrieben, überschüssige Lebensmittel an Verbraucher um ein Drittel des eigentlichen Verkaufspreises zu verkaufen. So wird weniger weggeworfen und die Kunden profitieren von einem günstigeren Preis. Heute startet „Too Good To Go“ in Wien.

Georg Strasser, Country Manager von „Too Good To Go“ Österreich veranschaulichte das Problem der Lebensmittelverschwendung bei der Pressekonferenz anlässlich des Starts der App in Wien: „Das ist als würde man den Supermarkt nach einem Wocheneinkauf mit drei Sackerl voller Lebensmittel verlassen. Und bevor man nach Hause kommt, wirft man ein Sackerl in den nächsten Mistkübel. Genau so ist das auf globaler Ebene - eines von drei Lebensmittel landet im Müll! Das hat weitreichende Folgen. Pro Kilo nicht verzehrtem Brot werden etwa 1000 Liter Wasser verschwendet und es wird zusätzlich viel unnötiges CO2 freigesetzt. Die Lebensmittelverschwendung ist für acht Pozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das macht deutlich, welche Verantwortung wir alle haben. Mit ,Too Good To Go‘ wollen wir hier einen spürbaren Impuls setzen.“

#Das "Too Good To Go Überraschungssackerl
„Unsere Partnerbetriebe - Cafes, Restaurants, Hotels oder Bio-Märkte - haben am Ende des Tages überschüssige Lebensmittel, die sie nicht verkaufen können, die aber noch vollkommen genießbar sind. Diese Produkte, beispielsweise Obst, Gemüse, Brot, Snacks, Milchprodukte oder Feinkostartikel, geben sie in das Überraschungssackerl.“ Über die App können Nutzer dann auswählen, von welchem Betrieb sie Lebensmittel retten wollen und bezahlen über die App nur etwa ein Drittel des tatsächlichen Wertes des Sackerlinhalts, dass sie sich während eines vereinbarten Zeitfensters direkt beim Betrieb abholen. So entsteht eine Win-Win-Win-Situation: Ausgezeichnetes Essen für die Kundschaft, weniger Verschwendung für die Betriebe und Ressourcenschonung für die Umwelt. Das Überraschungssackerl ist es deshalb, weil die Betriebe ja nicht immer wissen, was am Ende des Tages tatsächlich überbleiben wird.

#19,1 Millionen gerettete Mahlzeiten
Dass das Konzept aufgeht, belegen die Zahlen des 2015 in Dänemark initiierten Tech-Start-ups, das mit Österreich nun in 12 Ländern aktiv ist. Die App wurde rund 13 Millionen Mal weltweit installiert. Über 27.000 Unternehmen sind bereits dabei. Seit Anfang 2016 wurden weltweit 19,1 Millionen Mahlzeiten gerettet, was 48.471 Tonnen an eingespartem CO2 entspricht. Die App ist nun auch in österreichischen App-Stores verfügbar. Die ersten Partnerbetriebe aus Wien sind bereits freigeschalten und bieten ihre wertvollen Überschüsse täglich an.

August 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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