Wegen Social Media

40 Prozent der Teenie-Mädchen haben Depressionen

Dass Social Media einen großen Stellenwert in dem Leben der Menschen hat, ist hinlänglich bekannt. Je jünger die Person, desto wichtiger ist Instagram und Co.. Eine kürzlich durchgeführte Studie kam wieder zu einem erschreckenden Ergebnis: 40 Prozent der Teenie-Mädchen, die täglich mehr als fünf Stunden in den sozialen Medien verbringen, zeigen Symptome einer Depression. 

Wenn man durch Instagram scrollt, können die meisten nicht anders, als sich zu vergleichen. Mit dem Aussehen der anderen, der Beziehung der anderen, dem Urlaub der anderen oder generell dem ganzen Leben der anderen User. Auch wenn es sich mittlerweile wirklich herum gesprochen haben sollte, dass die Fotos meist gestellt und bearbeitet sind und stundenlang nach der richtigen Location gesucht wird, bevor man hundert verschiedene Pics von der gleichen Pose knipst. Trotzdem fühlen sich vor allem manche Mädchen mit sich selbst und ihrem Leben nicht gut genug.

Auf Social Media wird hauptsächlich über Positives im Leben berichtet. Der Streit mit dem Freund oder die Panne im Urlaub wird nicht erwähnt. Dadurch fühlen sich viele vor allem Mädchen unzulänglich. Eine Studie des University College London fand heraus, dass 40 Prozent der Mädchen, die täglich mehr als fünf Stunden auf Instagram und Co. verbringen, unter Depressionen leiden. Für die Studie wurden fast 11.000 14-Jährige zu ihrem Nutzungsverhalten und ihrer psychischen Gesundheit befragt. Laut den Ergebnissen leiden Mädchen doppelt so häufig als Buben unter Depressionen im Zusammenhang mit der Social-Media-Nutzung.

Die betroffenen Mädchen haben zusätzlich ein geringes Selbstbewusstsein, sind unglücklich mit ihrem Aussehen und haben Schlafprobleme. 36,5 Prozent der an Depressionen leidenden wurden bereits Opfer von Online-Mobbing. Bei den männlichen Jugendlichen betrifft es nur 17,4 Prozent.

Laut den Forschern sollten die Betreiber der sozialen Netzwerke dazu angehalten werden, die Nutzungsdauer für Jugendliche zu beschränken. Im Moment wird aber gerade noch das Gegenteil versucht, nämlich die User dazu zu bringen, so lange wie möglich auf der Homepage oder in der App zu bleiben. Kritiker der Studie wiederum meinen, dass es zu einfach wäre, nur Social Media die Schuld am Anstieg der psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen zu geben. Das Thema wäre viel zu komplex.

Die Forscher nehmen aber auch die Eltern in die Pflicht, die für ein gesundes Nutzungsverhalten ihrer Kinder sorgen müssten. Vor allem müsse darauf geachtet werden, dass die Kinder und Jugendlichen auch in der Realität Erfahrungen machen und Freundschaften schließen. Was vor wenigen Jahren noch ganz normal im Leben jedes Jugendlichen war, ist für die heutigen Teenies immer schwieriger. Ein Umstand, der alle zum Nachdenken anregen sollte.

August 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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