Leihen statt kaufen

Erste „Bücherei der Dinge“ in Wien eröffnet

Akkuschrauber-Set, Bluetooth-Lautsprecher oder Skateboard in der Bücherei ausborgen? Was auf den ersten Blick verwundert, ist in der Bücherei Schwendermarkt im 15. Bezirk seit dem heurigen Frühjahr möglich. „Leihen statt kaufen“ lautet das Motto im „wien dings“.

Ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und Nachbarschaftshilfe können in der „Bücherei der Dinge“ Gegenstände ausgeborgt werden, die die Büchereien und andere Magistratsabteilungen der Stadt Wien zur Verfügung stellen. Damit wird eine neue Anlaufstelle für alle Wiener mit Bewusstsein für Nachhaltigkeit geboten. Private Initiativen gibt es ja schon länger. So können Interessierte das Repair Cafe besuchen. Dort werden Gegenstände, die nicht mehr funktionieren, kostenlos auf Vordermann gebracht. Wer selbst Hand anlegen möchte, kann dies mit dem gebotenen Werkzeug tun. Auch Kleidertauschpartys finden immer größeren Zulauf.

„Die Büchereien sind beliebte Treffpunkte im Grätzl. Und was liegt im Grätzl näher als sich in der Nachbarschaft auszuhelfen, mit einer Bohrmaschine oder mit Spielzeug für die Geburtstagsfeier?“, sagte Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. „Die Idee der “Bücherei der Dinge„ stärkt das Grätzlbewusstsein und vereint Nachbarschaftshilfe mit Nachhaltigkeit und Konsumbewusstsein. Leihen statt kaufen ist im Sinne der “Sharing Economy„ immer verbreiteter, es ist günstiger und ressourcenschonend. Es freut mich, dass die Büchereien diese Idee in der Zweigstelle am Schwendermarkt verwirklicht haben und gemeinsam mit vielen Magistratsabteilungen der Stadt den Wienerinnen und Wiener Alltags- und Freizeitgegenstände zur Verfügung stellen“, betonte Czernohorszky. 

Das Konzept der „Library of Things“ wird im angloamerikanischen Raum und zuletzt auch in Deutschland bereits umgesetzt. Die Büchereien Wien gehen einen eigenen Weg und kooperieren mit den anderen Magistratsstellen der Stadt Wien. Diese stellen Leihgegenstände zur Verfügung, welche die Tätigkeiten der jeweiligen Abteilungen repräsentieren: Das ist vom Akkuschrauber-Set der Bauabteilungen bis hin zur VR-Brille der Wiener Volkshochschule eine breite Palette. So finden die vielfältigen Aufgabengebiete der Wiener Stadtverwaltung ganz selbstverständlich Einzug in den Alltag der Menschen.

Juli 2019

Was meint ihr dazu? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Viktoria Graf
Viktoria Graf

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mehr