Studie zeigt

Jede vierte Beziehung entsteht heute online

In einer umfassenden, repräsentativen Studie wurden gängige Mythen zum Thema Beziehungsfähigkeit untersucht. Das Ergebnis: Die Sehnsucht der Österreicher nach einer festen Partnerschaft ist ungebrochen, die Partnersuche vielfältiger denn je und der Beziehungsalltag geprägt von Kompromissen und Toleranz, auch wenn es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. City4U hat die prägnantesten zehn Fakten im Überblick. 

Gibt es die bedingungslose Liebe? Existiert tatsächlich eine so genannte „Generation Beziehungsunfähig“? Wie kompromissbereit sind die Österreicher, wenn es um den Partner geht? In einer aktuellen Studie wurden gängige Klischees und Vorurteile zum Thema Verbindlichkeit in der Liebe einem Faktencheck unterzogen. Insgesamt wurden rund 1.000 Österreicher im Alter von 18-69 Jahren befragt. Die wichtigsten Erkenntnisse lauten: Die Versingelung der Gesellschaft ist ein Mythos, eine feste Partnerschaft weiterhin das ideale Beziehungsmodell, häufige Partnerwechsel sind eher eine Seltenheit und 20 Jahre dauernde Beziehungen alltäglich. Caroline Erb, Psychologin bei Parship.at: „Nie waren wir in der Liebe so frei wie heute. Und dennoch bestimmen klassische Beziehungsideale den gesellschaftlichen Alltag. Der Wunsch nach einer langfristigen Partnerschaft ist nach wie vor bei den meisten Menschen tief verwurzelt und für viele auch gelebte Realität.“

City4U hat die zehn wichtigsten Liebes-Fakten im Überblick:

#1. Heute findet man den Partner online
Die Möglichkeiten der Partnersuche haben sich in den letzten Jahren vervielfältigt. Das Internet ist schon lange auf Platz eins jener Orte, wo man heute seinen Partner sucht. Und auch findet: Mehr als jede vierte Beziehung entsteht heute online.

#2. Junge Menschen legen sich seltener fest
Im Alltag legen sich junge Menschen seltener fest als Ältere: Fast die Hälfte der unter 30-Jährigen. so die Studie von Parship.at, hat schon einmal Verabredungen kurzfristig abgesagt, 39 Prozent haben Freunde warten lassen, 24 Prozent ein Date unter Vorschiebung eines Grundes abgebrochen. Ältere sind im Umgang mit ihren Mitmenschen etwas verbindlicher.

#3. Die Partnersuche wird heute unverbindlicher eingeschätzt als früher
Eine klare Mehrheit schätzt die Partnersuche heute unverbindlicher ein als früher, insbesondere Frauen. Diese machen auch öfter Erfahrungen mit Ghosting - also dem Phänomen, dass eine (sich anbahnende oder bereits feste) Beziehung plötzlich und ohne Erklärung beendet wird.

#4. Vertrauen und Geborgenheit sind entscheidend
Wann weiß man, ob er/sie der/die Richtige ist? Vertrauen, Geborgenheit und Sicherheit sind die Gefühle, die ausschlaggebend sind, um sich auf eine Person festzulegen. Für Männer ist klar, dass sie bereit sind sich auf eine Beziehung einzulassen, wenn die Partnerin für sie immer die Nummer Eins ist. Bei Mr. Right verlieren Frauen das Interesse an anderen Männern.

#5. Liebesbekenntnisse und ein gemeinsamer Urlaub stehen am Beginn einer festen Beziehung
Wenn die Entscheidung gefallen ist, dann steht man auch öffentlich zum Partner: Vor allem junge Menschen legen Wert darauf auszusprechen, dass man ein Paar ist, mit den drei Worten „Ich liebe dich“ nicht zu geizen und auch den Eltern vorgestellt zu werden. Bereits zu Beginn vieler Beziehungen wird gemeinsam auf Urlaub gefahren, nach fünf Jahren haben die meisten Paare eine gemeinsame Wohnung und gemeinsame Kinder.

#6. Mein Konto, mein Handy, meine E-Mails
Was viele Paare aber auch nach fünf Jahren Beziehung noch immer nicht haben ist ein gemeinsames Konto. Die Hälfte aller Paare führt getrennte Finanzen und fast genauso viele teilen auch ihre Passwörter oder Pins nicht mit ihrem bzw. ihrer Liebsten.

#7. Loyalität, Treue und Verlässlichkeit
Wie weit reicht das persönliche Engagement in der Partnerschaft? Sehr weit! Rund 80 Prozent sind ihrem Partner treu, bieten Unterstützung in schwierigen Zeiten und bleiben auch bei Jobverlust oder Krankheit loyal. In manchen Bereichen gibt es aber auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen zeigen häufiger Einfühlungsvermögen, dafür bieten Männer ihrer Partnerin eher finanzielle Sicherheit.

#8. Frauen stellen höhere Ansprüche
Anspruchsvoll? Das sind vor allem Frauen - mit Ausnahme beim Thema Sex. Die Hälfte der Männer legen besonderen Wert auf ein erfülltes Sexualleben, bei den Frauen sind es nur 37 Prozent. Dafür verlangen die Damen öfters Treue, Respekt, Unterstützung in schwierigen Situationen und genügend Freiraum.

#9. Wir für uns: Gemeinsam finden wir eine Lösung
Gibt es immer mehr Egoisten? Die Zahlen belegen etwas Anderes: 79 Prozent der Befragten versuchen nämlich bei Unstimmigkeiten mit ihrem Partner einen Kompromiss zu finden. Nur 14 Prozent achten hauptsächlich darauf, ihren Standpunkt durchzusetzen. Der Partner kann auch durchaus anders ticken, denn vieles ist Verhandlungssache, nur der Kinderwunsch nicht - lediglich 13 Prozent würden hier eine andere Haltung des Partners akzeptieren. In manchen Belangen sind Frauen eher nachsichtig, etwa was zeitintensive Hobbies oder das sportliche Aktivitätslevel des Partners betrifft. Schwieriger wird es beim Einrichten der Wohnung, dem Freundeskreis oder der Entscheidung, wohin der Urlaub geht. Da hat die Kompromissbereitschaft der Frauen bald mal ein Ende.

#10. Österreichs Partnerschaften sind belastbar
Bei der ersten Kleinigkeit Schluss machen? Das gibt’s nur im Film. Vielmehr stimmt: Österreichs Partnerschaften halten viel aus. Emotionaler oder beruflicher Stress, pubertierende Kinder oder schlechte Laune, nichts davon ist ein Grund, ernsthaft an der Partnerschaft zu zweifeln. Aber mehrmalige sexuelle Untreue wäre kaum verkraftbar.

Juni 2019

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