Jugendliche in Gefahr

Sprungturm-Kletterer im Wiener Stadionbad

Jugendliche suchen im Freibad immer nach Action. Diese finden sie zumeist beim Sprungturm, und zwar am besten gleich auf dem zehn Meter hohen. Hier ist für Adrenalin pur gesorgt und wer sich traut, hinunter zu springen, erntet begeisterte Blicke von seinen Freunden. Wenn der Turm allerdings gesperrt ist, sollte man diesen auch nicht betreten, denn das kann wirklich gefährlich - sogar lebensgefährlich - sein! Diese Tatsache ignorierten Jugendliche im Wiener Stadionbad. City4U sprach mit der Polizei und den Wiener Sportstätten:

# Jugendliche ignorieren Absperrung

Ein YouTube-Video, das kürzlich hochgeladen wurde, zeigt Jugendliche im Wiener Stadionbad, die eine Sperre des Sprungturmes missachten. Zugetragen hat sich dieser Vorfall Mitte Juni. „Minutenlang war der Sprungturm im Stadionbad von den Jugenlichen erobert worden und stellt ein hohes Sicherheitsrisiko für die Badegäste dar“, heißt es in der Beschreibung des Clips. Tatsächlich sieht man einige junge Burschen, die immer wieder unter den gespannten Netzen an den Seiten des Turmes hochklettern und anschließend ins Wasser springen. 

# Bademeister und Security überfordert

„Die Bademeister haben die Situation nicht in den Griff bekommen. Durch die Anwesenheit der Polizei konnte die Situation gegen 18.00 Uhr beruhigt werden. Nachdem die Polizei weg war wurde wieder geklettert“, heißt es weiter. Im Video ist zu sehen, wie die Polizisten einrücken und gemeinsam mit dem Personal des Stadionbades versuchen, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Wie die Beschreibung unter dem Clip berichtet, mit mäßigem Erfolg.

# Polizei Wien warnt

„In solchen Fällen wird von der Polizei geprüft, ob ein Delikt vorliegt und wir wirken dann unterstützend für die Sicherheitskräfte des Freibades. In diesem Fall handelte es sich um eine Sachbeschädigung, da die Netze rund um den Turm zerschnitten wurden. Zudem wurde eine Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt, da die Springer nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen Badbesucher eine Gefahr darstellen. In solchen Vorfällen ist immer eine Zusammenarbeit mit der Stadt Wien angestrebt, damit so etwas nicht erneut passiert“, heißt es bei der Pressestelle der Polizei Wien. 

# Unkontrolliertes Springen: Lebensgefahr für Badegäste

Auch seitens des Stadionbades nimmt man die Situation ernst. „Wir arbeiten sehr eng mit der Exekutive zusammen, da unsere Bademeister lediglich warnen können - festgehalten wird dann von der Polizei im Falle von Ausschreitungen. Aktionen wie diese sind absolut nicht zu unterschätzen. Wenn jemand im Becken ist und unkontrolliert aus der Höhe gesprungen wird, weil gerade keine Aufsicht vom Landesschwimmverband vor Ort ist, dann kann es sogar zu Todesfällen kommen - ein Mensch, der einem aus zehn Metern beim Schwimmen auf den Rücken donnert, ist tödlich“, warnt Katrin Edtmeier von den Wiener Sportstätten. „Wir haben nun auch veranlasst, dass mehr Kontrollgänge durch die Polizei durchgeführt werden, um solche Situationen zu vermeiden. Wie es auch an diesem Tag der Fall war, wird in kritischen Situationen sofort das Becken geräumt“, fügt sie im Gespräch mit City4U hinzu. Wer also denkt, es handle sich hierbei um einen reinen Spitzbubenstreich, der sollte sich die möglichen Konsequenzen vor Augen halten. 

City4U WARNT - NICHT NACHMACHEN!

Juni 2019

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Vanessa Licht
Vanessa Licht
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