14.06.2019 11:30

Interview

Rössler: „Die Ungeduld ist größer geworden“

Astrid Rössler erzählt, sie sei auch nach ihrem Rücktritt ein politischer Mensch geblieben und habe Ex-Kanzler Kurz aufmerksam beobachtet.

Wie ist es zu Ihrem Comeback gekommen?

Heinrich Schellhorn hat mich angerufen und gefragt. Er hat begonnen: „Sitzt du oder stehst du?“ Da habe ich schon die Ahnung bekommen, dass das eine ungewöhnliche Frage wird. Dann brauchte ich natürlich Bedenkzeit.

Hatten Sie politische Entzugserscheinungen?

Das würde ich nicht sagen. Meine Tätigkeiten sind eigentlich die gleichen geblieben, nur auf einer anderen Ebene. Aber die Ungeduld ist größer geworden, weil die Dinge nicht besser werden.

Haben Sie schon gerechnet, wie lange Sie mit dem Rad nach Wien brauchen?

(lacht) 300 Kilometer schaffe ich notfalls in drei Tagen.

Sie haben eine türkise Trinkflasche dabei. Ist das ein Statement? Kommt das Salzburger Modell – ÖVP, Grüne, Neos – auch für Wien infrage?

Jetzt sind erst einmal die Wählerinnen und Wähler am Wort. Dann wird man weitersehen, welche Möglichkeiten es gibt.

Was denken Sie über Sebastian Kurz?

Ich habe ihn aufmerksam beobachtet und habe bei vielen Themen Bedenken, etwa bei der Nachhaltigkeit oder der Regierungsführung. Da kam Vieles zu kurz. Ich wünsche mir von allen Parteien, dass sie die Dringlichkeit von Klimaschutz und Umwelt erkennen.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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