13.06.2019 10:29

Nach Deepfake-Video

Keine Vorzugsbehandlung für „Zuck“ auf Instagram

Nach dem Auftauchen eines gefälschten Videos von Mark Zuckerberg bei Instagram verweigert der Online-Bilderdienst seinem Eigentümer eine Vorzugsbehandlung. „Wir werden mit diesem Beitrag genauso umgehen wie mit sämtlichen Falschinformationen in Instagram“, erklärte ein Sprecher des US-Unternehmens am Dienstag. Wenn die Inhalte extern als ,falsch‘ markiert würden, würden sie danach nicht mehr für andere Nutzer angezeigt.

Bei dem Beitrag geht es um ein sogenanntes Deepfake-Video, für das mithilfe von künstlicher Intelligenz täuschend echte Bilder erzeugt wurden. Geteilt hat es der britische Künstler Bill Posters im Rahmen seines Projekts Spectre über den gefährlichen Einfluss neuer Technologien und sozialer Netzwerke im Internet. Der Künstler machte durch die Verwendung des Hashtags #deepfake deutlich, dass es sich um eine Fälschung handelt.

„Totale Kontrolle über Milliarden gestohlener Daten“
Das Video zeigt Zuckerberg, der mit der Kontrolle von Milliarden „gestohlener“ Daten prahlt. So sagt Zuckerberg in dem gefälschten Video: „Stellt euch das eine Sekunde lang vor: Ein Mann mit totaler Kontrolle über Milliarden gestohlener Daten über Menschen, alle ihre Geheimnisse, ihre Leben, ihre Zukunft.“ Weiter sagt er: „Ich verdanke das alles Spectre. Spectre zeigte mir, dass der die Zukunft kontrolliert, der die Daten kontrolliert.“

Posters plant zusammen mit dem Künstler Daniel Howe und Start-ups aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz weitere Videos zu Prominenten herauszubringen, darunter US-Präsident Donald Trump und US-Reality-Star Kim Kardashian.

Fake-Video nicht entfernt
Facebook hatte sich zuletzt geweigert, ein manipuliertes Video zu entfernen, das die US-Abgeordnetenhaus-Sprecherin Nancy Pelosi zeigt. Pelosi wirkte in dem absichtlich verlangsamten Video betrunken. Die Politikerin forderte Facebook auf, es zu löschen. Das Netzwerk entgegnete lediglich, es sei als Fälschung markiert und rutsche daher im Angebot immer weiter nach unten.

 krone.at
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