12.06.2019 12:29

Fußfessel und Auflagen

Donau-Drama: Kapitän gegen Kaution auf freiem Fuß

Der ukrainische Kapitän des Flusskreuzfahrtschiffes „Sigyn“, das in Budapest in einen tödlichen Unfall mit einem Ausflugsboot verwickelt war, ist am Mittwoch auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Höhe der Kaution hatte das Gericht mit 15 Millionen Forint (knapp 47.000 Euro) festgelegt.

Der Kapitän müsse zudem eine elektronische Fußfessel tragen und darf Budapest nicht verlassen. Zweimal wöchentlich muss sich der Ukrainer bei der zuständigen Polizeibehörde in der ungarischen Hauptstadt melden.

Der 64-Jährige war verhaftet worden, nachdem er mit einem Hotel-Cruiser den kleinen Ausflugsdampfer „Nixe“ auf der Donau gerammt und zum Kentern gebracht hatte. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge.

Auf dem Ausflugsdampfer befanden sich zum Zeitpunkt der Katastrophe am 29. Mai 33 südkoreanische Touristen und zwei Besatzungsmitglieder. Nur sieben Menschen überlebten. Vier Opfer werden noch immer vermisst. Das Schiff konnte inzwischen geborgen werden.

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