12.06.2019 13:10

Offener Brief der ÖVP

SPÖ-Ortsgruppe außer Kontrolle: Ruf nach Folgen

Die Facebook-Postings der SPÖ-Ortsgruppe Langenzersdorf haben zuletzt erneut für Aufregung gesorgt. Am Mittwoch forderte deshalb Bernhard Ebner, Geschäftsführer der ÖVP Niederösterreich, in einem offenen Brief die Sozialdemokraten auf, Konsequenzen zu ziehen. Die SPÖ Langenzersdorf habe mit „Untergriffigkeiten, Beleidigungen und Verleumdungen das erträgliche Maß bei Weitem überschritten“, hielt Ebner im an Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda gerichteten Schreiben fest. Gefordert wird, die Urheber zur Verantwortung zu ziehen und die betreffenden Personen auszuschließen. Niederösterreichs SPÖ-Landeschef Franz Schnabl kündigte eine Prüfung an.

Die Ortsgruppe hatte am Pfingstsonntag zu einem Boykott der Tageszeitung „Kurier“ aufgerufen. Als Grund wurde die unsympathische Darstellung der SPÖ-Bundesvorsitzenden Pamela Rendi-Wagner auf Bildern genannt.

Seitenhieb gegen Kurz
Tags zuvor wurde Sebastian Kurz mit ausgestreckten Armen vor dem Hintergrund eines Raiffeisen-Logos gepostet, diese Bild wurde inzwischen offenbar entfernt. „Nach den Pastafari und dem fliegenden Spaghettimonster gibt es jetzt eine weitere Möchtegern-Religion. Vor allem bei Großspendern, Lobbyisten, Staatsverkäufern und Bevölkerungsverrätern sehr beliebt“, stand im Begleittext.

ÖVP fordert Parteiausschlüsse
Die SPÖ Langenzersdorf habe mit „Untergriffigkeiten, Beleidigungen und Verleumdungen das erträgliche Maß bei Weitem überschritten“, so Ebner. Gefordert wurden Konsequenzen für die Verantwortlichen sowie ein Parteiausschluss der betreffenden Personen. „Ohne angemessene Folgen macht sich die SPÖ auf all ihren Ebenen mitverantwortlich und mitschuldig“, wurde betont.

Sozialdemokraten lassen prüfen
Landeshauptfrau-Stellvertreter Schnabl kündigte am Mittwoch eine Prüfung der Inhalte an. „Die SPÖ Langenzersdorf hat sehr pointierte Texte auf ihrer Facebook-Seite, die natürlich extrem polarisieren“, sagte der Landesparteichef der Sozialdemokraten. Es habe bereits in der Vergangenheit Gespräche mit den Verantwortlichen gegeben. „Faktum ist, wenn Grenzen überschritten wurden, gilt es auch Konsequenzen in den eigenen Reihen zu setzen“, kündigte Schnabl an.

Auch Kickl und Lauda als Zielscheiben
Auch im März hatte die SPÖ Langenzersdorf eine Peinlichkeit geliefert, als man wegen eines Ausreise-Wirrwarrs um den mutmaßlichen IS-Terroristen Azad G. den Rücktritt des damaligen Innenministers Herbert Kickl (FPÖ) forderte. Diese Causa ereignete sich jedoch lange vor Kickls Amtsantritt. Im August 2018 war außerdem äußerst geschmacklos über den kranken und mittlerweile verstorbenen Niki Lauda gelästert worden.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter