11.06.2019 11:56

Gleich zweimal ertappt

Mit 73 km/h (!) zu zweit auf E-Scooter unterwegs

Nicht schlecht dürften Polizisten am Montagnachmittag in Wien-Döbling gestaunt haben, als sie im Zuge einer Schwerpunktaktion einen E-Scooter-Fahrer vorbeibrausen sahen - und das mit beachtlichen 73 statt der erlaubten 25 km/h, die als Höchstgeschwindigkeit für derartige Gefährte gelten. Damit nicht genug, befand sich neben dem 40 Jahre alten Lenker auch noch eine 31-Jährige auf dem E-Scooter. Polizisten nahmen die Verfolgung auf, hielten den Verkehrssünder an und kassierten 850 Euro an Sicherheitsleistung von ihm. Doch wie heißt es so schön: Man trifft sich immer zweimal … Was mit E-Scootern erlaubt ist und was nicht, erklärt die Polizei Wien übrigens in einem eigens aufgenommenen Video (siehe oben)!

Gegen 15.25 Uhr bemerkten die Beamten der Polizeiinspektion Billrothstraße den rasant dahinbrausenden E-Scooter auf der Heiligenstädter Straße. Mit 73 km/h war der E-Tretroller-Fahrer nicht nur viel zu schnell unterwegs, mit ihm stand - verbotenerweise - auch eine 31-Jährige auf dem E-Scooter.

Rote Ampel ignoriert
Die Polizei nahm umgehend die Verfolgung auf und konnte den Mann an der Kreuzung Heiligenstädter Straße/Kuchelauer Hafenstraße einholen. Dort ignorierte der Verdächtige auch noch eine rote Ampel, an einem Bahnübergang wurde der Sünder schlussendlich angehalten und kontrolliert.

„Darf so schnell fahren, wie der Scooter eben fährt“
„Zu seiner Verteidigung gab der 40-Jährige zu Protokoll, die rote Ampel übersehen zu haben. Zudem glaube er nicht, dass man auf einem E-Scooter nur alleine fahren dürfe und die deutliche Geschwindigkeitsübertretung bezweifle er. Wenn der Scooter legal gekauft sei, dürfe er auch so schnell damit fahren, wie dieser eben fahren würde“, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger am Dienstag.

Da es im Zuge der Personenkontrolle Unstimmigkeiten bezüglich des tatsächlichen Wohnortes des 40-Jährigen gab - wie Eidenberger schilderte, war der Mann an einer Adresse gemeldet, an der er jedoch gar nicht mehr wohnte - sei nach Rücksprache mit einem Juristen eine „vorläufige Sicherheitsleistung von 850 Euro eingehoben“ worden. Die Beamten untersagten dem 40-Jährigen die Weiterfahrt, dieser nahm das zur Kenntnis - vorerst, wie sich nur 30 Minuten später zeigen sollte.

Nächste Begegnung 30 Minuten später
Denn kurz vor 16 Uhr wurde der Unbelehrbare ein weiteres Mal unweit vom ersten Anhalteort angehalten - und wieder befand sich auch die 31 Jahre alte Begleiterin auf dem E-Scooter. Ein weiteres Mal sei daraufhin eine Sicherheitsleistung eingehoben worden, so der Sprecher - diesmal in der Höhe von 500 Euro. Und einmal mehr wurde auch die Weiterfahrt mit dem E-Tretroller untersagt. Diesmal jedoch sei der E-Scooter abgenommen worden, „um weitere Übertretungen zu verhindern“.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter