07.06.2019 07:00

Hans-Peter Wild

„Dieser Umbau hatte einige Überraschungen parat“

Capri Sonne-Eigentümer  investiert 30 Millionen Euro. Bei Stippvisite in Salzburg outete er sich als Dominic Thiem-Fan

 Im lässigen dunkelblauen Anzug, weißem Hemd ohne Krawatte und einem breiten Lächeln begrüßt Donnerstagvormittag Hans-Peter Wild die Pressevertreter um über die finale Umbauphase seines Goldenen Hirschen zu sprechen.

Wie berichtet hat der Schweizer Unternehmer das Traditionshotel 2016 für 20 Millionen Euro gekauft und in den letzten zehn Monaten für mehr als 30 Millionen Euro grundsaniert. „Ein Riesenakt, der mit archäologischen Funden und der denkmalgeschützten Bausubstanz jede Menge Überraschungen zu bieten hatte. Ich frage mich, wie wir bis zu den Festspielen fertig werden“, scherzte Wild. „Der Termin steht, wir sperren am 15. Juli auf“, versicherte Hoteldirektor Wolfgang Putz und bekam von den Architekten Wolfgang Pessl und Karsten Sippel gleich ein zustimmendes Nicken.

Charme, Humor und Bescheidenheit
So flott wie Wild auftritt, ist kaum zu glauben, dass er am 16. Juni seinen 78. Geburtstag feiert. Und auch sein Understatement beeindruckt – er ist ohne Bodyguards unterwegs und scheinbar frei von Allüren. Immerhin zählt der Inhaber aller weltweit unter der Marke Capri-Sonne und Capri Sun tätigen Unternehmen mit drei Milliarden Schweizer Franken zu den 300 reichsten Menschen der Schweiz. „In Baden-Württemberg, wo ich herkomme, gibt’s den Spruch: ,Wer angibt hat es nötig!’“

So gar nicht sein Credo! Vielmehr lautet es: „Arbeite hart und habe Spaß daran. Und sag was du tust, und tue, was du sagst“. Eine Strategie, die sich bewährt: Capri Sonne feierte vor zwei Wochen 50. Geburtstag. Für Wild kein Grund zu rasten. Im Gegenteil: Das Unternehmen, das sein Vater 1931 begründete, soll weiter wachsen. Bis 2024 liegt das Ziel bei zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr (aktuell 1,5 Milliarden). Wild ist aber nicht nur Geschäftsmann, sondern auch Sportfan. Er kaufte 2017 den Rugby Club Stade Français Paris. Der war aber nicht der Grund, warum er nach der Stippvisite in Salzburg nach Paris jettete: „Ich muss zu den French Open und drücke Dominic Thiem die Daumen.“

Tina Laske
Tina Laske

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