01.06.2019 06:02

AK erstritt 500 €

Wenn der Flug zur Tortur wird

Wegen „höherer Gewalt“ strandete ein Kärntner Pärchen nach einem Urlaub am Flughafen in London. Wegen eines Unwetters wurde ihre Heimreise zur dreitägigen Tortur durch halb Europa. Die Arbeiterkammer erstritt nun eine Entschädigung für die beiden.

Neun Monate lang wurden Telefonate geführt, zahlreiche E-Mails geschickt und Verträge durchforstet – zuständig fühlte sich nämlich ziemlich lange niemand. Als ein Kärntner Pärchen nach einem London-Urlaub seinen Heimflug nach Wien antreten wollte, wurde dieser gestrichen. Wegen schlechten Wetters konnte der Flieger der British Airways nicht abheben. Die Kärntner mussten – auf Kosten der Fluglinie – eine Nacht in England anhängen, dann sollten sie über Helsinki (Finnland) weiterreisen. So weit, so gut, wenn der Ersatzflug nicht auch noch verspätet angekommen wäre. So verpassten die beiden den Weiterflug nach Wien und saßen erneut fest. Erst nach drei Tagen kamen sie wieder auf österreichischem Boden an.

AK-Konsumentenschutz sprang in Bresche
„Es folgte reger Brief- und E-Mailverkehr, um die Fluggastrechte für die Kärntner durchzusetzen“, erklärt AK-Konsumentenschützer Herwig Höfferer den Verlauf. Denn die Fluggesellschaft British Airways sah sich für die zweite Verspätung nicht verantwortlich. „Nach neun Monaten, auch unter Einsatz von Dolmetschern, konnten wir für das Paar über die Schlichtungsstelle in England eine Ausgleichszahlung von 250 Euro pro Person erzielen“, so Höfferer.

Elisabeth Nachbar
Elisabeth Nachbar

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter