30.05.2019 14:00

In Ginzling

Illegale Mülldeponie im Naturpark Zillertal

Die Geschichte spielt im Zillertal und hat etwas von der „Piefke Saga“. Zwischen dem Rundwanderweg Ginzling und der Schlegeisstraße haben Unbekannte, im Wald Unrat entsorgt. Dass sich die - nach der „Krone“-Recherche beseitigte - illegale Deponie im Naturpark Zillertaler Alpen befand, macht die Sache doppelt pikant.

Karl-Friedrich Sattmann traute seinerzeit seinen Augen nicht, als er unter der (Zillertaler) Grasnarbe eine Mülldeponie entdeckte. Ähnlich ging es zuletzt wohl Wanderern, die ein paar Meter abseits des Rundwanderwegs Ginzling auf Plastikmüll, alte Teppiche, Alteisen, Campingstühle und anderen Unrat stießen – schön versteckt und von der Straße bzw. dem in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Naturparkhaus nicht ersichtlich.

Selbst Rudolf Klausner, Ortsvorsteher des Bergsteigerdorfs Ginzling, ahnte nichts von der Müllhalde im Naturidyll, als die „Tiroler Krone“ ihn mit dem Missstand konfrontierte. „Ich weiß nur, dass Anrainerkinder in dem Bereich eine Baumhütte hatten“, äußert er einen vagen Verdacht zu möglichen Verursachern. „Leider gibt es immer wieder Leute, die sich nicht bemühen. Ich werde den Dreck rasch verräumen lassen“, sagte Klausner.

Eine Müllhalde zwischen Gebirgsbächen, Bergwiesen und Gipfeln ist umso pikanter in Anbetracht der Definition eines Naturparks: „Naturparke sind geschützte Natur- und Kulturlandschaften.“

Mittwoch Nachmittag traf dann die positive Nachricht aus Ginzling bei der „Krone“ ein. „Unser TVB-Mitarbeiter hat alles verräumt“, so Ortsvorsteher Klausner. „Das müssen Kinder gewesen sein.“ Die „Krone“ sagt „Danke“!

Abfallwirtschafts- bzw. Forstgesetz sehen in einem solchen Fall übrigens Strafen bis 8400 Euro vor.

Peter Freiberger
Peter Freiberger

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