29.05.2019 07:00

„Rollen gegen Sex“:

Einigung zwischen Gustav Kuhn und Sängerin

Vergabe von Rollen gegen sexuelle Gegenleistungen – nach diesbezüglichen Vorwürfen der Sängerin Julia Oesch gegen Gustav Kuhn, Ex-Leiter der Festspiele Erl, traf man sich gestern bei einem Zivilprozess am Landesgericht. Die Klage Kuhns endete mit einem Vergleich: Oesch will die Behauptung künftig unterlassen.

Großer Andrang gestern vor dem Saal 215, Kuhn und Oesch waren beide erschienen. „Ich will meine Mandantin nicht durch drei Jahre Prozess schicken“, brachte Markus Orgler, der Anwalt der Sängerin, einen Vergleich ins Spiel, den die Gegenseite mit Klägeranwalt Michael Krüger auch sofort annahm.

  • Julia Oesch und ihr Anwalt Markus Orgler wollen sich einen mehrjährigen Prozess lieber ersparen.
    Julia Oesch und ihr Anwalt Markus Orgler wollen sich einen mehrjährigen Prozess lieber ersparen.

„Es  braucht noch viele mutige Frauen und Männer“
Oesch will keine weiteren Anschuldigungen gegen den früheren Erler „Maestro“ erheben. Sie betonte aber, weiter gegen Angriffe auf Künstler und Musiker auftreten zu wollen: „Machtmissbrauch, Übergriffe und Machismus dürfen unseren Arbeitsalltag nicht mehr bestimmen. Es hat eine Zeitenwende stattgefunden, aber es braucht noch viele mutige Frauen und Männer, die sich nicht verstecken“

Interview brachte Stein ins Rollen
Ins Rollen gekommen war die heikle Causa durch den Ötztaler Blogger Markus Wilhelm und ein Interview der Mezzosopranistin, in dem sie die Rollenvergabe bei den Festspielen gegen Sex-Leistungen angeprangert hatte. Kuhn hatte daraufhin eine Zivilklage eingebracht.

Andreas Moser
Andreas Moser

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